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Samsung Z1

Premiere: Samsung liefert erstes Tizen-Smartphone aus

14.01.2015 | 13:22 Uhr |

Nach ewigem hin und her kommt es nun doch: Samsung liefert das erste Smartphone mit Tizen-OS aus.

Das erste Samsung-Smartphone mit Tizen-OS kommt nun doch auf den Markt. Samsung hat das Samsung Z1 am Mittwoch vorgestellt. Es ist in Indien ab sofort für umgerechnet knapp 80 Euro verfügbar, wie Samsung mitteilt.

Tizen hat eine lange, bewegte Geschichte hinter sich. Samsung hatte im März 2013 mit Tizen ein mobiles Betriebssystem vorgestellt, das auf Linux basiert und Android, iOS & Co. Konkurrenz machen soll. Die Veröffentlichung von Geräten mit Tizen verzögerte sich aber immer wieder.

Auf dem MWC 2014 in Barcelona durften wir einen Samsung-Prototypen mit Tizen ausprobieren, der einen guten Eindruck hinterließ. Ende 2014 blies Samsung den geplanten Start eines Tizen-Smartphones in Russland kurzfristig ab.

Tizen-Smartphone im Hands-on-Video

Das Samsung Z1 besitzt ein 4-Zoll-Display mit WVGA-Auflösung. Zur weiteren Ausstattung gehören ein mit 1,2 GHz getakteter Zwei-Kern-Prozessor, eine 3,1-MP-Kamera auf der Rückseite, eine VGA-Kamera auf der Vorderseite, Dual-SIM-Unterstützung, 768 Megabyte Arbeitsspeicher und 4 GB internen Speicher. Letzter kann über eine MicroSD-Karte erweitert werden.

Spannend wird nun die Frage, wie gut sich das erste Tizen-Smartphone in einem durchaus stark umkämpften Billig-Smartphone-Markt behaupten kann. Das Angebot an Apps ist bei Tizen eher überschaubar. Samsung ist aber offenbar weiterhin von Tizen überzeugt. Im offiziellen Samsung-Blog ging am Mittwochmittag ein Eintrag online, in dem es um die Zukunft von Tizen geht.

Wichtigste Botschaft: Die Veröffentlichung des Samsung Z1 ist nur der Anfang. Tizen sei "leichter" als andere Betriebssysteme und benötige zudem weniger Rechenleistung und Strom. Die Nutzer würden von längeren Akkulaufzeiten, schnellerem Browsing und Multitasking profitieren. Zudem sei Tizen optimal für ein breites Spektrum an Gerätentypen geeignet. Tizen habe damit eine Zukunft, was aber nicht bedeute, dass man künftig bisher genutzte Betriebssysteme nicht mehr verwenden wolle.

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