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Premiere will Struktur ändern

23.10.2006 | 16:14 Uhr |

Eine neue Unternehmensstruktur soll den zuletzt arg gebeutelten Pay-TV-Sender Premiere wieder auf den Weg der Besserung bringen.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, plant der Bezahlsender Premiere einen Umbau des Konzerns. Es sollen drei weitgehend selbstständige Geschäftsbereiche entstehen, die Premiere stärker als Partner und Dienstleister für TV- und Telekommunikationsfirmen aufstellen sollen. Ein Geschäftsbereich soll in Zukunft die Inhaltsbeschaffung übernehmen, also den Einkauf von Filmen und Sportrechten. Im zweiten Segment werden Kundenbetreuung, Marketing und Verbreitung von Sende- und Empfangsgeräten gebündelt. Neue Bereiche wie beispielsweise Wetten und Handy-TV soll die Sparte Premiere Interactive erschließen.

Premiere-Vorstandschef Georg Kofler sieht in der Neustrukturierung zudem bessere Einstiegschancen für mögliche Partner sowie leichtere Abwicklung von Fusionen und Übernahmen. Zuletzt hatte das Unternehmen einige Rückschläge einstecken müssen: Nach dem Verlust der Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga ging die Anzahl der Abonnenten zurück. Zudem musste Premiere im zweiten Jahresquartal einen Nettofehlbetrag von 138,8 Millionen Euro verzeichnen. Die Zahlen für das dritte Quartal 2006 will das Unternehmen Anfang November präsentieren.

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