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Premiere: Samsung bringt Display mit USB-Anschluss

15.02.2007 | 16:31 Uhr |

Der koreanische Hersteller erweitert den Funktionsumfang des USB-Anschlusses und nutzt ihn als Monitorschnittstelle. Im Idealfall sollen sich bis zu acht Displays von einer Rechnerquelle aus ansteuern lassen.

Das 19-Zoll-Display Syncmaster 940UX von Samsung hat eine Besonderheit: Neben den gängigen Monitor-Anschlüssen VGA und DVI bietet es eine USB-Schnittstelle für die Verbindung zum Rechner.

Einmal an den PC oder Notebook angesteckt, wird der Bildschirm als USB-Gerät erkannt. Der Treiber befindet sich auf einem 5 MB großen Flash-Speicher im Monitor. Er wird genauso automatisch installiert wie das Programm zur Signalkonvertierung und Bilddarstellung, das Samsung UbiSync nennt. Die Dekodierleistung übernimmt die CPU. Der zusätzliche USB-Monitor lässt sich so auch anschließen, wenn die Grafikkarte eigentlich keine zwei Bildschirme unterstützt. Als maximale Anzahl gibt Samsung bis zu sechs USB-Monitore an. Zusammen mit den vorhandenen Primär- und Sekundär-Monitoren soll damit der Betrieb von bis zu von acht Bildschirmen von einer Rechnerquelle aus möglich sein.

Im Moment lässt sich der USB-Monitor nur auf Systemen mit Windows XP betreiben. Vista-Treiber sollen wahrscheinlich bis zur Cebit (Mitte März 2007) fertig sein. Eine Mac-Unterstützung ist derzeit nicht vorgesehen. Ob diese überhaupt kommen wird, ist unsicher, denn Samsung sieht über USB angeschlossene Displays in erster Line im Business-Umfeld eingesetzt. Hier sind Macs wenig verbreitet, dafür aber viele Rechner mit relativ schwacher Grafikkartenausstattung.

Der genaue Preis für den Syncmaster 940UX steht derzeit noch nicht fest. Samsung prognostiziert einen Aufpreis für die USB-Variante von etwa 30 Euro. Das Gerät wird voraussichtlich ab Mai 2007 erhältlich sein.

Ähnliche Konzepte zu Displays am USB-Port sollen von Herstellern wie LG oder Benq folgen.

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