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Preissturz bei Zwei-Kern-CPUs: Intel halbiert Preise

28.04.2006 | 13:13 Uhr |

Panik bei Intel: Erneut hat der Halbleitergigant Marktanteile an AMD verloren und der Börsenkurs steht unter Druck. Jetzt zieht der Chipriese die Notbremse. Ab Montag reduzieren sich die Preise der Pentium-D-Familie um bis zu 50 Prozent.

Die Investoren werden nervös: Letzte Woche musste der US-Chipriese Intel den niedrigsten Gewinn seit drei Jahren vermelden ( wir berichteten ) während Prozessor-„David“ AMD sowohl den Umsatz als auch den Gewinn erneut steigern konnte. Jetzt greift der Halbleitergigant zu drastischen Mitteln, um die an AMD verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen: Ab dem ersten Mai setzt Intel bei der Pentium-D-Familie den Rotstift an: Die Doppelkerner auf Basis des Pentium 4 verbilligen sich um bis zu 50 Prozent. Der Online-Versandhandel hat die drastische Preissenkung zum Teil schon vorweggenommen.

So kostete beispielsweise der Pentium D 940 vor wenigen Tagen noch rund 450 Euro. Heute ist die Zwei-Kern-CPU mit 3,2 GHz bereits für knapp 230 Euro zu haben, etwa bei Compuland und Mindfactory . Ausgenommen von der Preissenkung sind allerdings die Extreme-Edition-Modelle, für die Intel traditionell um die 1000 Euro verlangt. Der günstigste Einstieg in die Zwei-Kern-Liga stellt übrigens der Pentium D 805 dar, der nun für schlappe 130 Euro über die Ladentheke wandert, etwa beim Online-Versender Avitos . Für diese Summe bekommen Sie beim Erzrivalen AMD im günstigsten Fall nur den Single-Core-Prozessor Athlon 64 3500+. Angesichts dieser Preis-Leistungs-Diskrepanz bedarf es keiner Glaskugel, um auch einschneidende Preissenkungen bei AMD zu prognostizieren. Wer sich einen neuen AMD-Prozessor kaufen möchte, sollte also noch ein wenig warten.

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