Preissturz

Acer reduziert Preise für Ultrabooks in 2012 und 2013

Montag den 05.12.2011 um 14:49 Uhr

von Friedrich Stiemer

Acer will die Preise seiner Ultrabooks in den kommenden zwei Jahren drastisch reduzieren.
Vergrößern Acer will die Preise seiner Ultrabooks in den kommenden zwei Jahren drastisch reduzieren.
Ultrabooks sind zur Zeit noch recht teuer: Der hohe Preis verhindert die weite Verbreitung der neuen mobilen Computer-Klasse. Acer plant jedoch im Zuge des Wettbewerbs seine Preise drastisch zu reduzieren.
Der taiwanische Computer-Hersteller Acer reduziert seine Preise für Ultrabooks um 20 Prozent im zweiten Quartal 2012. Somit wären anstatt 1.000 US-Dollar (etwa 746 Euro) nur noch 799 bis 899 US-Dollar (rund 596 bis 671 Euro) fällig. Im Jahr 2013 soll der Preis sogar noch weiter fallen, nämlich auf 499 US-Dollar (circa 372 Euro). Denn laut dem CEO Jim Wong erfolgt die Massenauslieferung der anderen Hersteller schon in 2012, weshalb die Preissenkung wohl dem Wettbewerb dient.


Günstigere Ultrabooks von Acer in 2012 und 2013

Aktuell liefert Acer 100.000 Ultrabooks im Monat aus und erwartet bis Ende 2011 sein Absatzziel von insgesamt 250.000 bis 300.000 Stück zu erreichen. Wong erwartet auch im Bezug auf die Festplatten-Knappheit eine Versorgunslücke von nur 10 bis 15 Prozent. Dies ist eine weit kleinere Lücke als von den Festplatten-Bauern bisher angegeben: Eigentlich sagten sie eine Lücke von 30 bis 35 Prozent voraus. Deshalb gehen Marktbeobachter davon aus, dass die Festplatten-Produzenten wohl vorzugsweise an Marken-Hersteller als an Verkäufer ausliefern.

Acer reduzierte ab dem zweiten Quartal 2011 seinen Lagerbestand in Europa über einen aggressiven Abverkauf, um sich aus den roten Zahlen zu retten: statt 80 Tage hält der jetzige Bestand nur noch für 20 bis 30 Tage. Daher ist Wong optimistisch und schätzt, im vierten Quartal wieder Gewinne einzufahren.

Durch die Änderung der Unternehmensstrategie von größeren Absatzmengen hin zu Qualität und Kunden-Bedürfnissen, fiel Acer als zweitgrößter Notebook-Hersteller ab auf den vierten Platz. Jim Wong sieht dennoch die Chance, 2012 an die Spitze des chinesischen Marktes zurückzukehren.

Montag den 05.12.2011 um 14:49 Uhr

von Friedrich Stiemer

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