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Preise für PC-Speicher steigen

18.01.2006 | 12:43 Uhr |

Der Preis für DRAM-Speicher steigt, während NAND-Flash-Memory-Bausteine billiger werden. In der Konsequenz werden sich PCs in den kommenden Monaten verteuern, aber CE-Geräte, wie MP3-Player, Digitalkameras und USB-Sticks, könnten schon bald für weniger Geld zu haben sein.

Der taiwanische Speicherchip-Broker DRAMeXchange Technology Inc. hat festgestellt, dass das Angebot an DRAM-Bausteinen knapper wird. Viele Hersteller hätten sich nämlich auf die Produktion von NAND Flash Memory gestürzt, weil damit höhere Margen zu erzielen sind. Gleichzeitig haben sie aber den DRAM-Markt vernachlässigt, so dass sie die Nachfrage nach PC-Arbeitsspeicher nicht mehr befriedigen können.

So stieg 2006 der Preis für die gängigen 512-Mbit-DRAM-Chips um 25 Prozent auf 4,69 Dollar. Und das wird nach Einschätzung von DRAMeXchange Technology das nächste halbe Jahr so weitergehen, weil es eben dauert, bis die Speicherhersteller ihre Produktionskapazitäten hochfahren.

Höhere DRAM-Preise bedeuten aber steigende Kosten bei der PC-Herstellung, was sich entweder in höheren PC-Preisen oder in geringerer Ausstattung mit Arbeitsspeicher niederschlägt. Low-Level-PCs sind davon weniger betroffen, auch ältere Geräte können nach wie vor billig mit den alten 256-Mbit-DRAM-Bausteinen nachgerüstet werden. Diese kosten gerade mal 2,39 Dollar pro Stück, so DRAMeXchange.

An NAND Flash Memory ist hingegen mehr als genug da, so fallen die Preise. Einige Hersteller hofften, dass Apple sein neues Notebook mit NAND-Memory ausstatten würde, und sind nun enttäuscht. So sank der Preis für 16GBit-Flash-Speicher um fünf Prozent auf 73,26 Dollar. Die NAND-Chips mit 1, 2 und 4 GBit verbilligte sich um bis zu vier Prozent, und kosten nun 7,62, 14,20 beziehungsweise 20,85 Dollar pro Stück.

So empfiehlt DRAMeXchange Anwendern, mit dem Kauf von Multimedia-Karten für Digitalkameras oder MP3-Player zu warten, um von den sinkenden Preisen zu profitieren. Und der Preisverfall für NAND-Chips soll weiter gehen: So hat beispielsweise Samsung Electronics angekündigt, den Ausstoß dieser Bausteine zu erhöhen.

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