206644

Preisänderungen von Premiere unzulässig

Nach Bundesliga-Verlust darf Premiere die Verträge nicht beliebig ändern.

Die Verbraucherzentrale gibt aktuelle Meldungen zum Bezahlsender Premiere bekannt. So sind beliebige Leistungs- und Preisänderungen in laufenden Verträgen unzulässig. Das Landgericht München I erklärte jetzt mehrere Passagen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen für unwirksam. Premiere hatte sich vorbehalten, seine Leistungen und Preise zum Teil beliebig zu ändern, ohne die Belange der Verbraucher hinreichend zu berücksichtigen.

Insbesondere hatte Premiere seinen Kunden häufig ein Sonderkündigungsrecht vorenthalten. Das Urteil ist besonders brisant, nachdem Premiere bei der Vergabe der Senderechte für die Fußball-Bundesliga leer ausgegangen war. Nach dem Vertrag schuldet Premiere gerade bei laufenden Vereinbarungen die Übertragung der Spiele. Unzulässig wäre es dann, die Kunden im Falle der Nichterfüllung an den Vertrag zu binden. Der vzbv (Verbraucherzentrale Bundesverband) fordert Premiere auf, eintreffende Kündigungen verbraucherfreundlich abzuwickeln und die Kunden aus dem Vertrag zu entlassen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
206644