Praxistest

Nokia 5800 XpressMusic

Der Lieferkarton ist prall gefüllt. Ersatz-Stylus, Lanyard, eine stabile Hartplastik-Schutzhülle und das TV-Kabel sind nette Extras. Die 8 Gigabyte große microSD-Karte steckt bereits im Handy, ein separater Standfuß wird ebenfalls mitgeliefert, er erlaubt das freihändige Betrachten von Videos. Ein Gutschein über 10 Songs im Nokia Musik Store komplettiert die lange Liste der Beigaben.
Mit 52 Millimetern ist das 5800 XpressMusic zwar sehr schmal, aber dicke 15,5 Millimeter lassen es wie einen Ziegelklotz aussehen. Zum Glück ist das Handy mit nur 109 Gramm viel leichter, als man denkt. Logisch, denn das erste Touchscreen-Handy von Nokia kommt als billiger Plastikbomber daher. Immerhin leistet sich die Verarbeitung nur wenige Patzer. Während man keine unregelmäßigen Spaltmaße entdecken kann, quietscht und knarzt das klotzige Handy allerdings fast bei jeder Berührung. Schuld ist der weiche Kunststoff, der auf Druck schnell nachgibt.
Das 3,2-Zoll-Display wird auf 4x7 Zentimetern extrem in die Breite gezogen und vermittelt daher 16:9-Charakter. Zusammen mit der hohen Auflösung von 640x360 Pixel und 16 Millionen darstellbaren Farben ist es ideal für die Videobetrachtung geeignet. Außer Xvid- und DivX werden alle gängigen Videostandards vom Nokia-Handy unterstützt. Der Touchscreen sieht nicht nur gut aus, er reagiert auch sehr sensibel. Neben der typischen alphanumerischen Tastatur steht eine bildschirmfüllende Volltastatur zur Auswahl. Mit ihr lassen sich Texte fast so fehlerfrei und schnell wie auf dem Samsung M8800 Pixon schreiben, das unter den Touchphones bislang die Referenz darstellt. Die Handschrifterkennung ist demgegenüber mangelhaft. Unter dem Display befinden sich drei gut erfühl- und bedienbare Buttons zum Annehmen und Beenden von Anrufen und für das Hauptmenü. Der seitliche Schieberegler zum Entsperren des Displays ist ausreichend straff ausgelegt, nur die Kamerataste schneidet mit ihrem extrem matschigen Druckpunkt schlecht ab.
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