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Power-CPUs nun auch im PDA

12.07.2002 | 15:14 Uhr |

Intel will jetzt auch den Markt für PDA-Prozessoren aufrollen - und legt gleich richtig los. Die CPU in Toshibas Pocket PC E740 basiert auf dem neuen Intel Xscale und ist mit 400 Megahertz getaktet. Das ist fast doppelt so viel wie bei bisher üblichen PDA-Prozessoren. Im Test der PC-WELT brachte die deutlich höhere Taktrate aber erst einmal - nichts. Doch der Toshiba-PDA kann noch mit anderen technischen Highlights aufwarten.

Intel will jetzt auch den Markt für PDA-Prozessoren aufrollen. Und legt gleich richtig los. Die CPU in Toshibas Pocket PC E740 basiert auf dem neuen Intel Xscale und ist mit 400 Megahertz getaktet. Das ist fast doppelt so viel wie bei bisher üblichen PDA-Prozessoren. Im Test der PC-WELT brachte die deutlich höhere Taktrate aber erst einmal - nichts. Doch der Toshiba-PDA kann noch mit anderen technischen Highlights aufwarten.

Mit 400 Megahertz arbeitet der Prozessor PXA 250 in Toshibas neuem Pocket PC E740, den wir als Vorserienmodell im Test hatten. Bisher takteten PDA-Prozessoren mit maximal 206 Megahertz.

Der PXA 250 kommt aus Intels neuer CPU-Familie Xscale, mit der der größte Prozessorhersteller der Welt nun auch bei PDAs und Handys eine Vormachtstellung erreichen will. Neben der höheren Taktrate sollen Xscale-Prozessoren auch stromsparender arbeiten. Fujitsu-Siemens mit dem Pocket Loox 600 und Hewlett-Packard mit den beiden Modellen Ipaq 3950 und 3970 haben ebenfalls PDAs mit Xscale-CPU im Angebot.

Xscale basiert auf ARM-5, der neuesten Version der Prozessorarchitektur ARM, die Intel von der gleichnamigen Firma lizenziert hat. ARM-Prozessoren waren bisher ausschließlich in Pocket-PCs zu finden, also PDAs, die mit Microsofts Betriebssystem Windows CE 3.0 und dessen Nachfolger Pocket PC 2002 laufen.

Und hier liegt auch das Problem der neuen, schnellen PDAs: Die Microsoft-Betriebssysteme sind nur für Prozessoren mit ARM4-Architektur optimiert - sie unterstützen also die neuen Befehle nicht, die etwa Xscale bietet. Microsoft selbst gibt zu, dass trotz erhöhter Taktrate durch die neuen Prozessoren keine bessere Leistung zu erwarten sei. Ob der Software-Hersteller ein Update für Pocket PC 2002 bereitstellen wird oder ob er die ARM5-Unterstützung erst in den Nachfolger integriert, ist noch unklar.

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