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Postbank-Phishing als DoS-Angriff auf Anti-Spam-Verein

02.05.2005 | 12:44 Uhr |

In einer PhishinGoogle-Mail werden statt eines Web-Links Telefon- und Faxnummern angegeben, die einem Anti-Spam-Verein gehören.

Der Verein Antispam e.V. berichtet, er sei Opfer eines DoS-Angriffs (Denial of Service) geworden. PhishinGoogle-Mails, die sich an mutmaßliche Kunden der Postbank richten und seit 29.04. verschickt werden, enthalten nicht wie sonst üblich einen Link zu einer Kopie oder Nachahmung der Postbank-Website. Vielmehr wird in den Mails mit dem Betreff "Postbank" oder "Postbank AG" dazu aufgefordert, die Zugangsdaten zum eigenen Konto per Telefon oder Fax zu bestätigen.

Die angebenen Telefon- und Faxnummern gehören zum Verein Antispam e.V. und sind auch auf deren Website als Kontaktdaten angegeben. Als Absender der Mails ist "expires-0605@antispam.de" angegeben. Parallel dazu ist diese Website nur schwer erreichbar. Nach Angaben des Vereins ist dies auf einen konzertierten Angriff auf den Web-Server zurückzuführen. Man arbeite eng mit dem Bundeskriminalamt und der Sicherheitsabteilung der Postbank zusammen, um die Sache aufzuklären.

Der Verein vermutet, dass es sich um einen Racheakt von Spammern für die Anti-Spam-Aktivitäten des Vereins handelt. Eingegangene Zugangsdaten von Postbankkunden werde man "absolut diskret an die entsprechenden Instanzen der Postbank übergeben".

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