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Positive Zwischenbilanz für "Linux Kommunale"

Sechs Monate nach dem Start ihrer Initiative "Linux Kommunale" haben die beiden Unternehmen Hewlett-Packard und Novell eine positiv Bilanz gezogen. Tenor: Linux ist im öffentlichen Dienst auf dem Vormarsch.

Das Computer-Betriebssystem Linux ist im deutschen öffentlichen Dienst auf dem Vormarsch. Der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) und das Softwareunternehmen Novell haben sechs Monate nach dem Start ihrer Initiative "Linux Kommunale" eine positive Bilanz gezogen. In deren Rahmen will HP bei der Umrüstung von Kommunalverwaltungen auf Linux die Hardware liefern, Novell das Betriebssystem und den SUSE Linux Desktop. Die öffentliche Verwaltung gilt seit dem Umstieg der Städte Schwäbisch Hall und München als Wachstumsmotor im Bereich Open Source.

"Wir haben mehr als doppelt so viele Partner im Boot als zu Beginn", sagte der für strategische Allianzen zuständige Novell-Direktor Franz Preis am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Bislang wisse er von knapp 30 Projekten, die im Rahmen der "Linux Kommunale" zu Stande gekommen seien. Allerdings könne er keine Namen nennen, da sich die Projekte entweder noch in der Akquisitionsphase befänden oder noch nicht freigegeben seien. Der für Linux zuständige HP-Manager Michael Gerner rechnet Ende Juni mit ersten Veröffentlichungen.

"Ich sehe nach wie vor ein wachsendes Interesse", sagte Gerner. Linux wachse in Bereiche hinein, in denen das Betriebssystem vor zwei Jahren noch keine große Bedeutung gehabt habe. Bei Linux auf dem Desktop könne die für den Durchbruch erforderliche kritische Masse dank des Interesses im öffentlichen Dienst "in ein, zwei, vielleicht auch erst in fünf Jahren" erreicht werden. Ähnlich sieht es auch der Gartner-Analyst Andrea di Maio: "In den nächsten drei bis fünf Jahren wird sich das Schlachtfeld von der Betriebssystem-Ebene über die Bürosoftware hin zu den Unternehmensanwendungen entwickeln."

"Was den Linux-Boom antreibt ist zum einen der Wunsch, Kosten zu senken", sagte di Maio. "Möglicherweise noch stärker ist der Wunsch, dass Gelder, die für den öffentlichen Sektor ausgegeben werden, im eigenen Land oder der Region bleiben." Die Linux-Bewegung sei in gewisser Weise "anti-global" ausgerichtet. Im laufenden Jahr sei ihr wichtigstes Thema, wie man Microsoft loswerden könne.

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