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Porsche verschickte Makro-Virus

06.07.2001 | 11:14 Uhr |

Der Sportwagenhersteller Porsche wollte auf sein neues 911er Carrera-Modell aufmerksam machen. Aus diesem Grund wurden rund 1000 Presse-CD-ROMs an Journalisten verschickt. Doch der Schuss ging nach hinten los, denn auf der CD befand sich der MS-Word-Makrovirus Melissa A.

Der Sportwagenhersteller Porsche wollte auf sein neues 911er Carrera-Modell aufmerksam machen. Aus diesem Grund wurden rund 1000 Presse-CD-ROMs an Journalisten verschickt. Doch der Schuss ging nach hinten los, denn auf der CD befand sich der MS-Word-Makrovirus Melissa A .

Wie Christian Dau, Pressesprecher der Porsche AG, gegenüber der PC-WELT mitteilte, habe sich auf der CD-ROM der Inhalt der Pressemappe zum neuen Carrera-Modell befunden. Diese wurde vor wenigen Tagen an rund 1000 Journalisten verschickt. Kurz darauf habe sich bei Porsche einer der angeschriebenen Journalisten gemeldet und Porsche darüber informiert, dass es mit der CD Probleme gäbe. Eine Überprüfung ergab, dass die meisten CDs mit dem Melissa-A-Wurm verseucht sind.

Daraufhin warnte Porsche alle betroffenen Journalisten per Fax und zusätzlich noch per Brief vor der infizierten CD. Die meisten Angeschriebenen hätten das warnende Fax noch vor der CD erhalten. Nach bisherigen Informationen sind nur bei einem Empfänger tatsächlich Schäden aufgetreten.

Normalerweise werden bei Porsche alle CDs auf Viren gescannt, bevor sie das Haus verlassen. Doch in diesem Fall musste kurz vor der Auslieferung nochmals ein Text ausgetauscht werden. Dabei schlich sich das infizierte Dokument ein. Zur exakten Herkunft des Makro-Virus wollte sich Herr Dau jedoch nicht äußern.

Kunden oder sonstige Porsche-Interessierte hätten diese CD nicht erhalten. Diese ging ausschließlich an Journalisten, wie uns Christian Dau versicherte.

PC-WELT Viren-News

Melissa

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