Pornografie fürs Handy ist im Kommen

Nach einer Studie des Juniper Research werden sich erotische und pornografische Inhalte auch auf dem Handy durchsetzen.

Mehr und mehr Handynutzer verlangen nach erotischer Unterhaltung. Das sagt eine Marktanalyse des Juniper Research Institutes aus. Bis 2011 werden die Kunden Erotik und Pornografie im Wert von ca. 2,5 Milliarden Euro auf ihr Handy geladen haben. Schon jetzt, 2006, setzt die Unterhaltungsindustrie etwa 1 Milliarde Euro mit sogenannten "Erwachseneninhalten" um.

Der mit 39 Prozent größte Anteil davon wird in Europa umgesetzt, was einerseits am Appetit nach erotischen Inhalten liegt als auch an den hohen Preisen für ein Abonnement solcher Inhalte. Danach folgt der asiatisch-pazifische Raum.

Doch nicht nur der Konsum an Erotik nimmt zu, auch die Art wandelt sich. Bestanden diese Inhalte früher hauptsächlich aus Text, kommen heute zunehmend Grafiken und Videos hinzu. Bis 2011 wird sich mehr und mehr das Video durchsetzen, dank der zunehmenden Verbreitung von Mobilfunktechniken der dritten Generation - UMTS und HSDPA.

Nach Aussage von Bruce Gibson, Direktor von Juniper Research, haben erotische und pornografische Geschäftsmodelle schon andere Medien, wie Zeitungen und Zeitschriften, Kino, DVDs und das Bezahlfernsehen erobert. Er sieht keinen Grund, warum diese Inhalte für Mobiltelefone nicht ähnlich profitabel sein sollen.

Allerdings werden auf Handys andere Arten von Erwachsenen-Unterhaltung abgefragt. Nach Ansicht von Bruce Gibson ist es weniger Hardcore als die softe Erotik, die Gewinn verspricht. Denn auch die Kundschaft ist eine andere: Männer, die sich nach ein paar Bieren zusammen Videoclips anschauen oder Leute, die in der Freizeit ein bisschen Spaß haben wollen - je nachdem wie man selbigen auszulegen versteht.

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