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Porno schauen an öffentlichem Gratis-Hotspot - Anwohner sauer

15.09.2016 | 16:09 Uhr |

Public Porno Viewing an öffentlichen Gratis-Surf-Stationen ärgerte die Anwohner. Der Betreiber schaltet nun den Browser ab.

Das CityBridge Consortium stellt seit einigen Monaten in New York kostenlose Internet-Surf-Stationen auf. Bis jetzt gibt es 400 solcher LinkNYC Wi-Fi Kioske in den Stadtteilen Bronx, Manhattan and Queens. Sie sollen die alten und mittlerweile überflüssigen Telefonzellen ersetzen. Insgesamt sollen 7500 LinkNYC Wi-Fi Kioske in den fünf Stadtteilen von Big Apple aufgestellt werden.

An so einem nicht ganz drei Meter hohen LinkNYC Wi-Fi Kiosk kann man kostenlos mit seinem Mobilgerät den WLAN-Hotspot nutzen und darüber im Internet surfen. Oder auf dem am Kiosk fest verbauten Touchscreen, einem Android-Tablet, kostenlos einen Web-Browser und einen Kartendienst nutzen und kostenlose Anrufe tätigen. Außerdem kann man dort kostenlos seine Smartphones mit Strom aufladen. Die Gratis-Surfstationen finanzieren sich über die Werbeflächen, die an ihnen angebracht sind.

Ein LinkNYC Wi-Fi Kiosk
Vergrößern Ein LinkNYC Wi-Fi Kiosk
© CityBridge Consortium

Eine tolle Sachen – wenn einige Menschen sie nicht zweckentfremden würden. Genau das ist in New York passiert.

Denn in New York "beschlagnahmten" wohl einige wenige Personen die öffentlichen Surf-Stationen für ihre privaten Zwecke. Es gab Musik-Partys mit stundenlang dröhnender Musik. Es saßen betrunkene Menschen rund um die Hotspot-Pfeiler, anscheinend wurden dort auch Drogen konsumiert. In einigen Fällen stellten Menschen dort Stühle auf und errichteten wohl auch Verschläge rund um die LinkNYC Wi-Fi Kioske, um andere Menschen von deren Nutzung abzuhalten. Landstreicher, Obdachlose und offensichtlich auch Drogenhändler setzten sich an den Surf-Stationen fest.

Ein LinkNYC Wi-Fi Kiosk
Vergrößern Ein LinkNYC Wi-Fi Kiosk
© CityBridge Consortium

Es gab wohl Filmvorführungen rund um die LinkNYC Wi-Fi Kioske – und anscheinend auch lange Porno-Sessions. Eine kuriose Vorstellungen: Menschen versammeln sich in aller Öffentlichkeit vor einem Tablet an einem Pfeiler und gucken gemeinsam stundenlang Pornos an. Anwohner und die Inhaber von anliegenden Geschäften fühlten sich belästigt, wie die New York Times berichtet.

Der Betreiber hat nun reagiert und den Browser auf dem verbauten Android-Tablet abgeschaltet. Die übrigen Funktionen bleiben aber erhalten, inklusive einer Notruffunktion. Für alle Verbindungen, die über den Hotspot laufen, wurde zudem ein Content-Filter integriert, der unerwünschte Inhalte wie Pornos ausfiltern soll.  

Ob CityBridge den Browser auf dem Android-Tablet wieder in Betrieb nimmt, ist derzeit unklar. Eventuell werden darin ebenfalls Filter installiert, um das Benutzen von unerwünschten Inhalten zu verhindern.

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