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Porno-Mails am Ende?

28.07.2005 | 15:42 Uhr |

Der Anteil pornografischer Spam-Mails ist innerhalb der letzten zwei Jahre stetig zurückgegangen.

Spam-Mails überfluten weiterhin die Postfächer vieler Internet-Benutzer. Doch nach Beobachtungen von Clearswift , einem Hersteller von Mail-Filterprogrammen, hat sich der Anteil pornografischer Mails seit einiger Zeit immer weiter verringert.

Der von Clearswift monatlich erstellte Spam-Index weist im Juni 2005 nur noch einen Anteil von 5,3 Prozent für derartige Mails aus. Auf fast 44 Prozent angewachsen ist dagegen der Anteil von Mails, die für Medikamente und andere Gesundheitsprodukte werben. Darin enthalten sind vor allem Spam-Mails, die für Potenzmittel werben. Auch Finanzdienstleistungen erreichen immerhin knapp 38 Prozent, so dass beide Themen zusammen über 80 Prozent der Spam-Mails ausmachen.

Dieser Anteil von 80 Prozent war noch im Jahr 2003, als Clearswift seinen ersten Spam-Index erstellte, auf pornografische Mails entfallen. Den Rückgang führt Michael Scheffler von Clearswift darauf zurück, dass diese Mails inzwischen von den meisten Spam-Filtern gut erkannt und aussortiert werden. Es sei für die Spammer einfacher, Mails mit Werbung zu Gesundheits- und Finanzthemen als legitime Mails zu tarnen.

Offenbar lassen sich in diesen Bereichen noch erhebliche Gewinne machen. Es gibt wohl genügend Menschen, die auf derartige Werbeangebote eingehen. Sie hoffen wohl auf eine diskrete Lösung eines Problems, das sie nicht gerne mit ihrem Arzt besprechen oder auf schnelles Geld durch windige Sparpläne.

Jeder Neunte kauft bei Spammern (PC-WELT Online, 13.07.2005)

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