20.07.2012, 05:02

Denise Bergert

Polytron

Hohe XBLA-Gebühren blockieren Fez-Patch

Aufgrund der hohen XBLA-Zertifizierungsgebühren kann es sich Indie-Entwickler Polytron nicht leisten, einen gravierenden Bug im Download-Titel Fez auszumerzen.
Der Independent-Enwickler Polytron Corporation kann keinen weiteren Patch für sein Jump'n'Run Fez veröffentlichen, da Microsoft für einen entsprechenden Zertifizierungsprozess mehrere zehntausend Dollar verlangt. Das bestätigte das Studio heute in einer offiziellen Stellungnahme.
Vor wenigen Wochen hatte Polytron bereits ein erstes Update für Fez auf Xbox Live veröffentlicht, das kleinere Fehler im Spiel ausräumen sollte, den Titel jedoch um einen gravierenden Bug erweiterte. Dieser führt dazu, dass bei einigen Spielern Savegames gelöscht werden, womit alle im Spiel gesammelten Fortschritte verloren gehen.
Um den Bug aus Fez zu entfernen müsste Polytron einen weiteren Patch veröffentlichen. Dieser würde laut dem Entwickler jedoch erneut mit hohen Gebühren zu Buche schlagen. So mache es für das kleine Studio finanziell keinen Sinn, einen Fehler auszubügeln der nur rund ein Prozent aller Fez-Spieler betrifft. Polytron betont weiterhin, dass entsprechende Regelungen bei der Download-Plattform Steam wesentlich kundenfreundlicher ausfallen würden. Dort sei die Veröffentlichung von Patches kostenlos und Polytron wäre so in der Lage gewesen, den Fehler innerhalb von nur zwei Wochen auszumerzen.
Polytron schießt in seiner Stellungnahme weiter gegen Microsoft. So sei die allgemeine Meinung, dass Entwickler viel Geld mit Plattform-Exklusivrechten verdienen würden. Dies sei jedoch weit von der Realität entfernt. Polytron hätte Microsoft bezahlen müssen, um einen Exklusiv-Deal auf Xbox Live Arcade zu bekommen. Microsoft hat bislang noch keinen Kommentar zu den Beschwerden abgegeben.
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