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Polizei warnt vor Betrüger-Mails

04.06.2014 | 16:19 Uhr |

Die Betrüger geben sich als Mitarbeiter der Telekom oder von Vodafone aus. Die Polizei warnt, dass die E-Mails täuschend echt dem Original nachempfunden sind. Schon ein falscher Klick genüge, um sich einen Banking-Trojaner einzufangen.

Das Polizeipräsidium Südhessen warnt aktuell vor einer neuen Welle von gefälschten Mail-Rechnungen. In der Warnung heißt es, dass die Rechnungen im Namen großer Provider wie der Deutschen Telekom oder Vodafone versendet würden. Die Cyberkriminellen sollen dabei täuschend echt aussehende Anschreiben samt Rechnungsanlage verwenden. In der besagten Anlage wartet allerdings ein Banking-Trojaner. Das Format des Anhangs spiele keine Rolle, sagt die Polizei. Es könne sich um ZIP, DOC, PDF oder XLS handeln. In einer weiteren Variante der Betrüger-Mail soll gar kein Anhang enthalten sein, sondern ein Link. Klickt das Opfer auf den Link, wird ein Download gestartet. Danach werde der selbe Banking-Trojaner automatisch installiert.

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Egal wie der Trojaner auf Ihre Festplatte gelangt ist - stets liest er zunächst die Zugangsdaten zu Ihrem Konto aus, warnt die Polizei. Im zweiten Schritt wird das Opfer zu einer Sicherheitsabfrage mittels TAN aufgefordert. Die TAN geht aber nicht an die Bank, sondern an den Täter. Zusammen mit den Login-Daten kann er nun eine Überweisung ausführen. Im Mai 2014 sollen 29 solche Fälle allein beim Polizeipräsidium Südhessen zur Anzeige gebracht worden sein. Die Schadenhöhe lag zwischen acht und zehntausend Euro.

Die Polizei rät, dass Kunden genau hinschauen sollen, welche Leistungen in Rechnung gestellt werden. Haben sie in Rechnung gestellte Leistungen nicht bestellt, sollen sie alarmiert sein. Links in Spammails sollten Sie außerdem nie bedenkenlos anklicken, sagt die Polizei.

Unser Tipp: Fragen Sie im Zweifel direkt (nicht über die Antwort-Funktion der vorliegenden Mail) bei Ihrem Provider nach, ob die Mail ihre Richtigkeit hat. Halten Sie Ihre Antiviren-Software aktuell. Benutzen Sie zum Online-Banking einen eigenen Rechner, falls vorhanden, auf dem Sie Linux installieren und außer dem Online-Banking nichts anderes darauf tun. Alternativ installieren Sie sich zum Online-Banking Linux in einer Virtual Box oder auf eine Extra-Partition auf Ihrem Rechner. Ferner ist auch der Einsatz eines simplen Handys für den Empfang von mTANs sinnvoll - ohne Internetfunktion oder die Möglichkeit, Apps zu installieren. Denn damit können Sie weder manipulierte Webseiten aufrufen, noch gefährliche Anwendungen der Angreifer herunterladen.

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