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Polizei wechselt zu Linux

18.04.2002 | 10:50 Uhr |

Die Polizei geht auf Nummer sicher und setzt auf das Open Source-Betriebssystem Linux. Zumindest in Niedersachsen, wie das niedersächsische Innenministerium bekannt gab. Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsaspekte gaben den Ausschlag.

Die Polizei geht auf Nummer sicher und setzt auf das Open Source-Betriebssystem Linux. Zumindest in Niedersachsen, wie das niedersächsische Innenministerium bekannt gab. Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsaspekte gaben den Ausschlag.

Die niedersächsische Polizei wird ab 2004 im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Vorgangbearbeitungssoftware landesweit auf den 11.000 Arbeitsplatzrechnern das freie Betriebssystem Linux einsetzen. Es löst ein lizenziertes Unix-System ab, mit dem die Landespolizei seit 1989 arbeitet. Damit folgt das Innenministerium in Hannover der Empfehlung einer polizeiinternen Projektgruppe und einer Unternehmensberatung.

Ein Ministeriumssprecher sagte am Mittwoch, Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsaspekte hätten den Ausschlag für die Verwendung des Open-Source-Produkts gegeben, das im Übrigen bereits jetzt auf einigen Polizeiservern laufe. Ein durchgeführter Vergleich der zur Auswahl stehenden Betriebssystemalternativen habe eindeutig ergeben, dass der Einsatz von Linux für das Land Niedersachsen wesentlich wirtschaftlicher sei. So betrage der Unterschied zum Einsatz einer anderen Software nach heutiger Erkenntnis - auf zehn Jahre hochgerechnet - rund 20 Millionen Euro. Daneben, so der Ministeriumssprecher, biete Linux nach Ansicht der Beraterfirma signifikante Vorteile in den Bereichen IT-Sicherheit und Administrationsfähigkeit.

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