Malware

Polizei warnt vor Erpresser-Trojaner

Mittwoch den 01.08.2012 um 16:22 Uhr

von Benjamin Schischka

Trojaner verschlüsselt den Rechner
Vergrößern Trojaner verschlüsselt den Rechner
© iStockphoto.com/ugurhan
Die Mails kommen angeblich vom Staatsanwalt. Aber sobald Sie den Anhang öffnen, verschlüsselt Malware Ihren Rechner und verlangt Geld zum Freischalten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes warnen vor einer neuen und besonders dreisten Variante des oft "BKA-Trojaners" genannten Schädlings. Die Malware verschlüssele den Rechner ihrer Opfer und will die Daten erst nach einer Geldzahlung wieder freigeben. Das BSI nennt den Schädling „Windows-Verschlüsselungs-Trojaner“. Die Verbreitung erfolge über Spam-Mails. Als Absender täuschen die Kriminellen beispielsweise eine Staatsanwaltschaft vor, um die Opfer zum Öffnen der Mail-Anhänge zu bewegen. Aus dem gleichen Grund verwenden Sie auch gerne Logos unbeteiligter Organisationen – etwa das des BKA (daher der Name „BKA-Trojaner“).

Direkt beim Öffnen der verseuchten Anhänge werden die Rechner verschlüsselt. Das Opfer soll dann meist 100 Euro per Paysafecard oder 50 Euro per UKash zahlen. Aber: Die Verschlüsselung wird auch nach Zahlung nicht rückgängig gemacht. Das BSI weist darauf hin, dass auch die Datenrettung mit einer Rettungs-CD nur teilweise erfolgreich sei. Das BSI ruft dazu auf, stets auf aktuelle Virenschutz-Software zu achten und beim Erhalt von Betrüger-Mails Anzeige zu erstatten. Unter keinen Umständen solle man die Gebühr bezahlen.
 
Wenn Sie betroffen sind, probieren Sie zunächst Ihre Daten mit einer Rettungs-CD wiederherzustellen. Der beste Schutz ist aber eine gute Vorsorge – machen Sie regelmäßig Backups auf externen Datenträgern. Ist Ihr PC dann infiziert, müssen Sie zwar Windows neu installieren. Aber immerhin sind Ihre Daten nicht verloren.
 
Erst vor rund zwei Wochen sorgte ein BKA-Trojaner für Aufregung, weil er auf die Webcam seiner Opfer zugriff.

Mittwoch den 01.08.2012 um 16:22 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (13)
  • magiceye04 20:33 | 02.08.2012

    Zitat: dedpichto
    "... und beim Erhalt von Betrüger-Mails Anzeige zu erstatten."

    Ich habe selten einen nutzloseren Hinweis gelesen.
    Die Betrüger sitzen im Ausland, das Geld ist von hier aus nicht rückverfolgbar.
    Was außer einem Haufen Papierkram soll da bitteschön rauskommen??

    Einfach hirn einschalten und nicht auf jeden Mist klicken. Und wenn doch, dann halt den Rechner neu aufsetzen, aber nicht einfach Geld in den Gulli werfen und hoffen, dass die Lösung rauspurzelt.

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  • kalweit 20:19 | 02.08.2012

    Zitat: Navigatiko
    Es ist die Pflicht des Staates!


    Richtig. Dein Beitrag las sich für mich so, als ob die Beamten an der Basis Schuld/unfähig sind.

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  • kingjon 14:06 | 02.08.2012

    @ Navigatiko
    Bitte benutze den Button um einem Beitrag etwas hinzuzufügen, nicht kurz hintereinander Beiträge erstellen!
    Beiträge zusammen gefügt.

    Gruß kingjon

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  • Navigatiko 13:58 | 02.08.2012

    Zitat: P.A.C.O.
    die Fresse halten..


    Na ja - vielleicht redet man mit Dir so??

    Zitat: kalweit
    ...tja, Mitarbeiter, die dazu in der Lage sind, arbeiten für sehr sehr viel Geld in der Privatwirtschaft. In Zeiten, wo Polizeibeamte Teile ihrer Schutzausrüstung selbst kaufen müssen, bellst du einfach den falschen Baum an.


    Also sag mal - wo lebst Du denn??

    Es ist die Pflicht des Staates! Da interessieren mich Fiskalische Erwägungen nicht das Geringste!! Zudem hat der Staat vollkommen ausreichende Mittel, siehe was ich sagte!! Andernfalls hätten sie ja schon längst rationalisieren können!

    Bellst Du

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  • poro 13:49 | 02.08.2012

    Link zu der Polizei-Seite zu publiziren, wo man solche eMails hin weiterleiten kann
    Bei der Menge, die gerade im Umlauf ist, gibs dann von deren Seite ne Anzeige wegen Spam oder virtueller Belästigung.

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