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Polizei München: Falschmelder müssen Einsatz selbst bezahlen

28.07.2016 | 15:24 Uhr |

In einem Facebook-Post warnt die Polizei Falschmelder: Ihr müsst unsere Einsätze aus eurer Tasche zahlen!

Die Polizei München stellt via Facebook unmissverständlich klar, dass sie hart gegen Falschmeldungen vorgehe - ob per soziale Medien, per Messenger oder mündlich verbreitet. Am Freitag während des Amoklaufes im Münchner Olympia Einkaufszentrum kusierten schnell Meldungen in Facebook, dass auch am Karlsplatz und anderswo in München Schüsse gefallen seien. Erst hinterher stellte sich heraus, dass es nur einen Amokläufer und einen Tatort gegeben hatte. Zwar beruhigt die Polizei: Wer besten Wissens und Gewissens den Notruf verständige müsse sich keine Sorgen machen, auch wenn sich die Information hinterher als falsch herausstelle. Doch gebe es "zur Zeit Menschen, die meinen, es sei ein 'Spaß' mit der Angst ihrer Mitmenschen zu 'spielen'. Dieses widerliche Verhalten kann nicht nur strafrechtliche Folgen haben, es werden auch erhebliche finanzielle Konsequenzen auf den Einzelnen zukommen", betont die Polizei.

So viel kostet ein Polizeieinsatz, ausgelöst durch eine Falschmeldung

Konkret berrechne man für jeden Beamten pro Stunde 54 Euro, die der Falschmelder zahlen müsse, wenn er die Meldung in schlechter Absicht verbreitet habe. Kommt ein Hubschrauber zum Einsatz, werden 3.460 Euro pro Stunde fällig. Wenn mehrere Hundertschaften und viele Hubschrauber zum Einsatz kommen, wird es schnell so teuer, dass man sein Leben lang abbezahlen müsse, warnt die Polizei München.

url link http://www.pcwelt.de/news/Facebook-Party-Geber_muessen_Polizei-Einsatz_kuenftig_selbst_zahlen-600_Euro_pro_15_Minuten-8145087.html In Hessen kam man vor drei Jahren noch günstiger davon. _blank Damals musste der Urheber einer aus dem Ruder gelaufenen Facebook-Party pro Beamten pro Stunde zwar 60 Euro zahlen, doch wäre der Helikopter mit 2.400 Euro wesentlich günstiger gewesen. Dafür kosteten Absperrgitter und Anfahrt pro Kilometer extra. In einem Dorf im Saarland kamen im Sommer 2011 Einsatzkosten von 100.000 Euro zusammen.

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