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Politiker mit Notebook abgehört

27.03.2001 | 11:18 Uhr |

Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen, die Angelika Beer, rüstungspolitische Sprecherin der Grünen, bei jedem vertraulichen Gespräch trifft, war es ein Kinderspiel die Besprechungen der Politikerin mitzuschneiden: Der Computer macht es möglich. Die Politikerin wurde "Opfer" ihres Notebooks.

Die rüstungspolitische Sprecherin der Grünen wurde abgehört. Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen, die Angelika Beer bei jedem vertraulichen Gespräch trifft, war es ein Kinderspiel das Besprechung mitzuschneiden.

Wie das Wirtschaftsmagazin Plusminus heute in seiner Sendung berichtet, ist es in einem Experiment gelungen, eine falsche Mail an die Abgeordnete zu schicken, die diese ahnungslos öffnete. Der Systemadministrator war der Absender, so der Anschein. Dadurch gelang ein Trojaner auf das Notebook, der den Computer "scharf" machte. Keines der Virenschutzprogramme schlug Alarm.

Das eingeschleuste Programm öffnete daraufhin das eingebaute Mikrofon und stellte eine Verbindung zum Internet her, und schon wurde jedes Wort des Gesprächs übertragen. "Wenn es so einfach für jeden ist, mich abzuhören, werde ich ja politisch handlungsunfähig", so Angelika Beers Kommentar dazu.

Die Schnittstelle "Capi" macht es einfach, über sie wird bei ISDN Karten die Verbindung zum Internet hergestellt. Gegenüber dem Magazin äußerte sich der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom, es gebe ein Schweigekartell zwischen Herstellern aus der Computerbranche und dem Bundesnachrichtendienst. Der BND setze im Ausland bei begründeten Verdachtsfällen diese Technik selbst ein. (PC-WELT, 27.03.2001, ml)

Plusminus

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