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Pokémon-Go-Spieler stürzen ab, landen im Knast und werden mit Eiern beworfen

18.07.2016 | 15:08 Uhr |

Die ganz realen Gefahren des AR-Spiels Pokémon Go: Männer stürzen von einer Klippe, ein 18-Jähriger muss ins Gefängnis und Eier und Wasserbomben fliegen auf die Spieler.

Pokémon Go kann ganz real das Leben von Menschen gefährden. Weil die Menschen in das Spiel vertieft über die Straße laufen ohne auf den Verkehr zu achten. Oder noch schlimmer: Mit dem Auto unterwegs sind und dabei auf das Smartphone starren. Und so das Leben anderer gefährden. Im Netz häufen sich aber auch viele kuriose Vorfälle, in denen Pokémon Go eine wichtige Rolle spielte.

18.7.: Pokémon Go Spieler mit Joint verhaftet in München

Einem 30jährigen Mann in München wurden zwei gleichzeitig ausgelebte Leidenschaften zum Verhängnis: Pokémon Go und die Vorliebe für den Konsum von Marijuana. Wie die Polizei München berichtet , fiel der Mann am Samstag, den 17. Juli, zwei Polizisten auf. Als sie sich dem Mann näherten, stellten Sie den Geruch von Marijuana fest. Der Mann war aber so sehr mit seinem Smartphone beschäftigt, dass er die Beamten nicht kommen sah. Als die Polizisten den Mann ansprachen, erschrak der Mann und sagte: "Oh Shit, darf ich das noch schnell fertig machen!“

Die Vernehmung vor Ort ergab, dass der Mann gerade auf seinem Smartphone Pokémon Go spielte und im Begriff war eine Arena einzunehmen. Ob er das noch durfte ist der Mitteilung der Polizei nicht zu entnehmen. Es wird lediglich berichtet, dass der Mann die Beamten in das Polizeipräsidium München "begleitete" und nach Anzeigenerstattung wieder entlassen wurde.

So spielen Sie Pokémon Go: Fragen und Antworten FAQ

18.7.: Mann kündigt Job, um alle Pokémon fangen zu gehen

Ein Mann in Neuseeland hat laut Medienberichten nach Veröffentlichung von Pokémon Go seinen Job gekündigt, um hinaus in die Welt zu gehen und alle Pokémon zu fangen. Damit wird er quasi ein professioneller Pokémon-Jäger. Die Aufgabe wird nach Schätzungen des Mannes rund zwei Monate in Anspruch nehmen. "Ich will ein Abenteuer erleben", sagte der Mann in Interviews. Er brauche von seiner Arbeit eine Auszeit und will nun mit Pokémon Go seinen Traum leben und dabei neue Menschen und Orte kennenlernen.

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Männer stürzen in den Abgrund

Mittlerweile häufen sich die konkreten Beispiele für die Gefahren, die von Pokémon Go ausgehen. So sind in Kalifornien zwei Männer bei Encinitas von einer Klippe gestürzt: Sie waren auf der Suche nach Pokémons und übersahen dabei den Abgrund, auf den sie zugingen. Die beiden Pokémon-Go-Spieler überlebten jedoch den Sturz, wie US-Medien berichten: Der eine blieb nach rund 15 Metern auf einer Klippe liegen, der andere landete nach knapp 28 Metern im Sand. Feuerwehr und Küstenwache bargen die beiden Männer und brachten sie verletzt in ein Krankenhaus. Einer der beiden Männer sagte der Polizei, dass sie Pokémon gespielt hätten, als sie in den Abgrund stürzten.

Ganove landet im Gefängnis

In Trier landete ein 18 Jahre alter Mann dank Pokémon Go sogar im Knast. Der Mann wurde nämlich polizeilich gesucht, weil er seine Gefängnisstrafe nicht angetreten hatte, wie die Trierer Presse berichtet. Anstatt sich aber vor der Polizei zu verstecken, suchte der junge Mann zusammen mit einem Bekannten am Trierer Bahnhof nach Pokémon. Prompt kontrollierte ihn dabei eine Polizeistreife, weil er sich – Pokémon-Go-typisch – merkwürdig benahm. Bei der Kontrolle stellten die Beamten dann fest, was für ein Fisch ihnen ins Netz gegangen ist. Nun muss der Mann die nächsten sechs Monate auf Pokémon Go verzichten. Außer jemand schmuggelt ihm ein Smartphone ins Gefängnis – vielleicht mit einer Flugdrohne?

Genervte Anwohner wehren sich

Aus dem australischen Rhodes, einem westlichen Vorort von Sydney, wird ein anderes Kuriosum in Zusammenhang mit Pokémon Go gemeldet. Dort gibt es nämlich an drei Pokéstops einige besonders seltene Pokémon-Arten zu entdecken, die prompt viele Pokémon-Go-Spieler anlocken. Was wiederum die Anwohner nervt. Diese riefen gegen die Menschenmassen – über 1000 Menschen pro Nacht – und deren Lärm die Polizei zu Hilfe. Doch diese sah sich zunächst als nicht zuständig an. Woraufhin die genervten Anwohner die lärmenden Spieler mit Eiern und Wasserbomben bewarfen.



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