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Playstation Now setzt 5 Mbps voraus - vorerst keine Pläne für Europa

08.01.2014 | 16:21 Uhr |

Sony hat auf der CES 2014 einen neuen Spiele-Streaming-Dienst angekündigt, der noch im Sommer in den USA und Kanada starten soll. Für Europa gibt es derzeit noch kein Pläne.

Sony hat im Jahr 2012 den vom Spiele-Entwickler Dave Perry (Earthworm Jim, MDK) geleiteten Game-Streaming-Dienst Gaikai übernommen. Auf der CES 2014 hat Sony nun verraten, dass die von Gaikai entwickelten Technologien beim neuen Sony-Dienst Playstation Now zum Einsatz kommen werden.

Für eine kleine Überraschung sorgte die Ankündigung, dass Playstation Now nicht nur auf der Playstation 3 oder Playstation 4 verfügbar sein wird, sondern auch auf Sony-Fernsehern, der Playstation Vita und später auch Smartphones und Tablets. Auf der CES 2014 wird Playstation Now auf Bravia-Fernsehern mit PS-3-Titeln wie Last of Us, God of War: Ascension und Der Puppenspieler demonstriert.

Im Interview mit IGN verrät Sony (hier auf Youtube) , dass Playstation Now derzeit noch eine Internet-Geschwindigkeit von 5 Mbps voraussetzt, damit die über die Cloud auf das Endgerät gestreamten Spiele auf dem Endgerät auch ohne Verzögerung spielbar sind.

Der Beta-Test für Playstation Now soll noch im Januar in Nordamerika starten. Im Sommer soll der Dienst dann in den USA und Kanada angeboten werden.

Mit Playstation Now könnte Sony das Spieleangebot zunächst auf der Playstation 4 massiv um Playstation-3-Spiele und später auch PS2- und PS1-Spiele erweitern, ohne die Spiele mit großem Aufwand anpassen oder emulieren zu müssen. Von dem wachsenden Portfolio dürften dann auch zeitnah Besitzer von modernen Sony-Fernsehern profitieren. Abzuwarten bleibt hingegen, wie das Ganze aufgrund der fehlenden Steuerung per Controller auf einem Smartphone oder Tablet funktionieren soll.

Für außerhalb von Nordamerika hat Sony derzeit noch keine Pläne bezüglich Playstation Now zu verkünden. "Was die Breitbandversorgung betrifft, ist Europa eine wesentlich komplexere Region, mit einer Vielzahl an verschiedenen Providern und unterschiedlichen Internetgeschwindigkeiten von Land zu Land. Kurzum, wir brauchen ein bisschen mehr Zeit, um einen reibungslosen und erfolgreichen Start hinzulegen", heißt es hierzu im offiziellen deutschsprachigen Playstation-Blog . Man arbeite aber hart daran, Playstation Now so schnell wie möglich auch in diese Regionen zu bringen.

Im Kampf der Next-Gen-Konsolen könnte sich Sony mit Playstation Now einen Vorteil zur Xbox One verschaffen. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Nachschub an neuen Titeln zu Beginn einer neuen Konsolengeneration eher mager ausfällt und erst 2015 oder später mit einer größeren Flut an Spielen für die Playstation 4 und Xbox One zu rechnen ist. Die Zeit könnte Sony den PS4-Besitzern mit Hits aus dem reichen PS3-Fundus versüßen.

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