11168

Sony und Microsoft streiten über Konsolen-Verkaufszahlen

03.12.2007 | 15:02 Uhr |

Spielefans wollen in erster Linie attraktive Games, Verkaufszahlen interessieren sie in der Regel weniger. Doch zum Marketing von Spielekonsolen gehört dieser Wert seit einiger Zeit zum guten Ton, frei nach dem Motto "was sich gut verkauft, ist auch gut". Wie ernst die Unternehmen die Verkaufszahlen mittlerweile nehmen, zeigt eine kleine Episode aus den USA.

Microsoft hat am Donnerstag verkündet, dass in der vergangenen Woche das Verhältnis zwischen verkauften Xbox-360-Konsolen und der Playstation 3 2:1 betragen habe. Dies melden unsere Kollegen von der Gamepro US . Mircosoft hat sich dabei auf Schätzungen "großer Einzelhändler" berufen. Die Reaktion seitens Sony folgte prompt. Die Daten seien "vollkommen falsch".

Erst in der vergangenen Woche hat Sony mitgeteilt, dass die Verkaufszahlen der Playstation 3 um 245 Prozent gestiegen seien. Verantwortlich dafür sei das neue Modell für 399 Dollar gewesen. Konkrete Zahlen nannte der Konzern aber nicht. Diesbezüglich erklärte Sony gegenüber der "Seattle PI": "Es ist eine der Richtlinien (von Sony Computer Entertainment America, Anm. d. Red.), keine Zahlen zu den verkauften Einheiten zu veröffentlichen, bevor die offiziellen Daten der NPD bekannt gegeben werden, was am 13. Dezember der Fall sein wird." Weiter erklärte Sony, dass Microsoft bei den Verkaufszahlen der Playstation 3 "gewaltig daneben" liegen würde und das Verhältnis zwischen den beiden Konsolen nicht 2:1 betragen würde.

Diese kleine Kabbelei zeigt deutlich, wie wichtig das Thema Verkaufszahlen für die Unternehmen ist. Denn auch wenn viele Spieler sich in erster Linie wegen der verfügbaren Games für der gegen eine Konsole entscheiden, gibt es doch auch einen gewissen Herdeneffekt bei den Konsumenten. Und diese kaufen in der Regel meist das, was sich "am besten" verkauft. Daher ist jedes Unternehmen möglichst bemüht, seine jeweiligen Verkaufszahlen so positiv wie möglich darzustellen - vor allem im Weihnachtsgeschäft.

0 Kommentare zu diesem Artikel
11168