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Windows künftig mit Firefox, Chrome & Co.?

25.02.2009 | 11:44 Uhr |

Die EU-Kommission will Microsoft dazu verpflichten, dass Windows künftig den Anwender fragt, welchen Browser er nutzen möchte. Der Internet Explorer kann damit Teil von Windows bleiben.

Kaum ist Windows installiert, fragt das Betriebssystem den Anwender, ob er künftig den Browser Internet Explorer, Firefox, Google Chrome, Opera oder Safari zum Surfen nutzen möchte. So sieht das von der EU-Kommission geplante Szenario dafür aus, wie Microsoft Windows ändern muss, um den Herstellern anderer Browsern eine Chance zu geben, von mehr Windows-Nutzern verwendet zu werden. Dabei kann es wohl Microsoft überlassen bleiben, ob der vom Anwender gewünschte Browser parallel zum Internet Explorer genutzt werden soll und damit zum Standard-Browser wird.

Als alternative Lösung könnte sich die EU-Kommission auch dafür entscheiden, es den PC-Herstellern und den Herstellern von mobilen Geräten zu überlassen, welchen Browser sie mit Windows (Mobile) ausliefern. Auch hier bestünde die Möglichkeit, dass die Hersteller die Rechner oder Geräte mit einem oder mehreren Browsers ausliefern und dem Käufer schließlich die Wahl lassen, welchen Browser er verwenden möchte.

Medienberichten zufolge, will die EU-Kommission beim Thema Browser nicht den selben Fehler machen, wie seinerzeit beim Windows Media Player. Seinerzeit war Microsoft verpflichtet worden, ein Windows ohne den Windows Media Player auf den Markt zu bringen. Dieser Verpflichtung folgte Microsoft mit Windows-Versionen mit dem Zusatz "N". Diese kosten aber genauso viel wie Windows-Versionen inklusive Windows Media Player, was schließlich dafür sorgte, dass die speziell in Europa angebotene "N"-Fassung von Windows zum Ladenhüter wurde, weil Konsumenten sie nicht kaufen wollten.

Dennoch bleibt unklar, wie die EU-Kommission sich letztendlich entscheiden wird und welche Regeln dann gelten werden. Ein wichtiges Thema wäre beispielsweise, welche Browser sich dem Anwender beim Start von Windows anpreisen sollen. Derzeit gehören Firefox, Opera, Google Chrome und Safari zu den populärsten IE-Alternativen. Eine neue Windows-Version bleibt aber für längere Zeit im Handel erhältlich und in der Zwischenzeit könnten neue Browser auf den Markt kommen.

Microsoft will sich bis Mitte März Zeit lassen, um auf den Vorschlag der EU-Kommission zu antworten. Eventuell wird auch noch eine Anhörung geben. Erst anschließend will die EU-Kommission dann ihre Entscheidung bekannt geben.

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