13.05.2012, 14:40

Michael Söldner

Pirate Pay

Russisches Startup will Bittorrent-Nutzung einschränken

©bittorrent.com

Das russische Unternehmen Pirate Pay sagt Software-Piraten den Kampf an und will zusammen mit der Industrie die Verbreitung von Torrent-Downloads eindämmen.
Durch die Verbreitung von Medien über Torrent-Netzwerke entgehen der Film- und Musikindustrie jährlich Umsätze in Milliardenhöhe. Das russische Startup-Unternehmen Pirate Pay hat der Verbreitung von Schwarzkopien über das Internet nun den Kampf angesagt. In einem ersten gemeinsamen Projekt mit den Walt Disney Studios und Sony Pictures konnten schon Tausende Downloads unterbunden werden.

Hierfür setzt Pirate Pay auf eine Technologie, mit der BitTorrent-Netzwerke angegriffen und an der Verbreitung der Dateien gehindert werden. Die Idee hierfür entstand vor drei Jahren, als Entwickler eine Möglichkeit zum Traffic-Management von Internet-Providern suchten und damit auch den Datenverkehr über BitTorrent einschränken konnten. Diese Mechanik soll in Zukunft verstärkt gegen Software-Piraten eingesetzt werden.

Das Interesse der Rechteinhaber an Pirate Pay fällt erwartungsgemäß groß aus. Erst im vergangenen Jahr hat sich Microsoft mit 100.000 US-Dollar am Unternehmen beteiligt. In einer Kooperation mit zwei Filmfirmen wurde zudem die illegale Verbreitung eines russischen Films über mehrere Monate begrenzt. Dazu wurden Peer-to-Peer-Nutzer mit Daten verwirrt, die die nötigen IP-Adressen der anderen Netzwerk-Rechner versteckten.
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Ob dieser neue Vorstoß auf Dauer den illegalen Datenverkehr über die stark verstreuten Torrent-Netzwerke einschränken kann, bleibt jedoch abzuwarten.
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