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Uni-Bibliothek und Microsoft digitalisieren antike Handschriften

08.05.2008 | 14:31 Uhr |

In der Bibliotheca Albertina in Leipzig haben am Donnerstag die Universitätsbibliothek Leipzig, Microsoft und der Partner Xplain ihr erstes gemeinsames Projekt vorgestellt: Die 43 in Leipzig befindlichen Blätter des "Codex Sinaiticus" werden interessierten Internet-Anwendern virtuell erlebbar gemacht.

Microsoft steuert bei dem Projekt seine Silverlight-Technologie bei. Ziel des Projekts ist es, die Teile der ältesten Bibel der Welt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. "Die Präsentation der Leipziger Blätter des Codex Sinaiticus ist der erste Schritt zu weiteren Projekten für die Darstellung alter Handschriften als E-Medium", heißt es seitens Microsoft.

Silverlight soll die Online-Erfahrung mit den seltenen Schriften bereichern und die Präsentation attraktiver machen. Per Maus kann in den virtuellen Blättern gezoomt und so jedes Teil genau betrachtet werden. Zusätzlich ist bei einigen Dokumenten eine deutsche Übersetzung einblendbar, die das Projekt auch für Laien interessant macht.

"Von Hand geschriebene Texte sind komplizierte Dokumente, die normalerweise schwer zu lesen und äußerst empfindlich sind. Ihre digitale Darstellung in einer Qualität, die noch vor kurzem gar nicht möglich gewesen wäre, wird mittel- und langfristig der Forschung einen gewaltigen Schub versetzen", so Professor Dr. Ulrich Johannes Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig.

Die 43 Blätter des Codex Sinaiticus sind Teil der 1843 gefundenden, ältesten Bibel der Welt mit dem vollständigen Neuen Testament.

www.e-manuscripts.org

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