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Pilotprojekt: RFID in deutschem Krankenhaus

20.04.2005 | 12:53 Uhr |

Am 19. April hat das Klinikum Saarbrücken im Rahmen eines Pilotprojekts eine RFID-basierte Patientenidentifikation gestartet. Dies soll unter anderem zu einer größeren Medikamenten- und Dosierungssicherheit beitragen.

Im Rahmen eines Pilotprojekts hat das Klinikum Saarbrücken am 19. April damit begonnen, Patienten mittels RFID-Chips zu identifizieren. An dem Projekt nehmen 1000 Personen teil, die ein Armband mit integriertem Chip erhalten haben. Auf diesem ist eine Patientennummer hinterlegt, über die Ärzte und das Pflegepersonal die jeweilige Person identifizieren können. Die Informationen werden dabei per PDA oder Tablet PC ausgelesen. Neben dem Klinikum sind die Siemens Business Services , Intel und Fujitsu Siemens Computers an dem Projekt beteiligt.

Per WLAN erhalten die Berechtigten Zugriff auf eine gesicherte Datenbank, die Details zu den Patientendaten, den zu verabreichenden Medikamenten sowie deren Dosierung bereitstellt.

Gerade auf den Punkt Medikamentensicherheit soll im Rahmen des Projekts besonderes Augenmerk gelegt werden, so Siemens in einer Pressemitteilung. Durch die Möglichkeit der schnelleren Identifikation soll die Betreuung intensiviert und die Zuteilung der Medikamente einfacher und sicherer werden, so das Unternehmen. Neben kritischen Daten und Risikofaktoren könne das System beispielsweise auch bekannte Allergien auflisten.

Doch nicht nur Ärzte und Pflegepersonal haben Zugriff auf die Daten, auch die Patienten selber können über Infoterminals Informationen über ihren eigenen Gesundheitszustand abrufen. Dazu zählen laut Siemens beispielsweise Blutdruckwerte, Gewicht, Behandlungs- oder Entlassungstermine. Zudem stehen für die Patienten Informationen über die diagnostizierten Krankheiten sowie gängige Therapieformen bereit.

Das Projekt in Saarbrücken basiert auf einer Lösung, die bereits im Jacobi Medical Center in New York City zum Einsatz kommt und dort als "Innovation im Bereich Patientensicherheit ausgezeichnet wurde", so Siemens.

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