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Laptops für arme Kinder in Brasilien

10.01.2008 | 14:57 Uhr |

Laptops sollen die Bildungschancen armer brasilianischer Kinder verbessern. In Pirai, einer Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, wird ein Pilotprojekt mit Billig-Notebooks von den Kids gut angenommen.

Die Kinder können jetzt an eigens für sie entwickelten Laptops arbeiten und lernen. Es ist eine Revolution in Sachen Chancengleichheit, die die Welt vor allem für Kinder besser machen soll. Bei den Kindern kommen die tragbaren Computer sehr gut an. Vor allem der Internet-Zugang wird von ihnen begrüßt. Der Mini-Laptop ist hellblau, ungefähr so groß wie ein Federmäppchen und hat einen Griff sowie eine Lasche zum Verschließen. Mit Hilfe der Geräte soll vor allem Wissen vermittelt werden. Im System sind Themenordner hinterlegt, zum Beispiel für Geschichte.

Bei der PISA-Studie landete Brasilien auf dem 52. Rang von insgesamt 57. Der brasilianische Staatssekretär Bielschowsky setzt sich für den von der Regierung geförderten Kauf von weiteren 150 000 Laptops ein. Diese mobilen Computer sollen die Kinder dann mit zu ihren Familien nehmen dürfen.

Hinter der Initiative steht Professor Nicholas Negroponte vom Massachusetts Institut of Technology (MIT) in den USA, aber auch Microsoft mischt mit. Der Konzern bietet ein Windows nebst Office-Paket für Schüler und Studenten in Entwicklungsländern für drei Dollar auf Billig-Laptops an.

Wirtschaftliche Interessen spielen allerdings ebenfalls eine Rolle bei Projekten wie diesem. Jetzt wollen Computer-Anbieter die arme Bevölkerung mit Rechnern ausstatten, um auch diesen riesigen Markt zu erobern. Wer sich in diesem Sektor etabliert, könnte es zum Weltmarktführer mit Billig-Laptops bringen.

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