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Photokina 2004: Alle sind zufrieden

Gestern ist in Köln die Photokina 2004 zu Ende gegangen. Veranstalter, Aussteller und Besucher waren sich einig: "Dies war eine Photokina der Superlative". Lesen Sie, welche Trends sich dabei abzeichneten.

Gestern ist in Köln das Highlight der Imaging-Branche zu Ende gegangen: die Photokina . Seit Dienstag tummelten sich auf dem Gelände der Koelnmesse nach Angaben der Veranstalter 1.589 Hersteller und über 160.000 Besucher aus aller Welt. Bei den Ausstellern kamen rund zwei Drittel aus dem Ausland. Die Besucher kamen aus 128 verschiedenen Ländern. Die Mehrheit waren Fachbesucher, jedoch zog es auch rund 50.000 Hobbyfotografen und Schaulustige auf die Messe.

Die Konvergenz der Märkte beschert uns neuartige Produkte

"Dies war eine Photokina der Superlative", fasste Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt seine Eindrücke zusammen. "Sie hat den Start in eine neue Ära inszeniert, in der Fotografie, IT und Telekommunikation drei Facetten eines gemeinsamen Marktes sind." Die Konvergenz aus diesen drei Sparten war in der Tat das Thema auf der Messe: Fotografie, Informationstechnologie und Telekommunikation wachsen immer weiter zusammen. Und so war es nicht verwunderlich, dass neben den alten Hasen zahlreiche Neulinge wie zum Beispiel Microsoft , Nokia und T-Mobile ihre Photokina-Premiere feierten. Neben Fotokameras im eigentlichen Sinn waren dadurch Foto-Handys - teilweise erstmals mit Megapixel-Auflösung - ebenso zu sehen, wie Symbiose-Geräte - etwa Kombinationen aus Digital- und Analogkameras - Drucker und innovative Speichermedien.

"Hier auszustellen wäre vor vier Jahren undenkbar gewesen. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Premiere. Mit einer Vielzahl an Foto-Handys und Verbesserungen der Imaging-Qualität ist uns der Start in den Kamera-Markt gelungen.", fasste Juha Putkiranta, Vizechef der Imaging Business Unit bei Nokia, den Messestart des Handykonzerns zusammen.

Die Klientel wird immer jünger und anspruchsvoller

Mit dem Zusammenwachsen vormals getrennter Märkte verändert sich auch die Zielgruppe der Imaging-Branche: Die Kunden werden jünger und Technik-affiner. Dieser Trend ist zum Beispiel an der steigenden Bedeutung digitaler Fotoapparate und der Entwicklung der Handys zu Schnappschuss-Instrumenten abzulesen. Dabei geht die Tendenz bei Privatanwendern durchaus auch zu hochpreisigen Geräten. Indizien dafür sind immer kleiner und leistungsstärker werdende digitale Kompaktkameras, die äußerlich immer mehr an Attraktivität gewinnen. Digitale Spiegelreflexkameras dringen in Preisregionen vor, die sie für den ambitionierten Amateur interessant machen. Speicherkarten bieten mehr Kapazität. Und höhere Auflösung und weiterentwickelte Optiken sorgen für bessere Bilder mit dem Handy.

Das Rahmenprogramm lockte zahlreiche Schaulustige

Ebenso erfolgreich wie die Besucherstatistik an den Ständen waren laut Messe-Veranstalter auch die zahlreichen Events und Ausstellungen rund um die Photokina. So ließ sich ein Großteil der Fach- und Privatbesucher die Visual Gallery mit ihren 16 Einzelsaustellungen auf insgesamt 4.000 Quadratmetern nicht entgehen. Nach Angaben der Koelnmesse standen von den rund 150 Künstlern die Arbeiten von Anton Corbjin, Elliott Erwitt und Alberto Venzago besonders hoch in der Gunst der Besucher. Stark frequentiert waren außerdem die beklemmenden Bilddokumente der Mitglieder der "Agentur VII" in der Ausstellung "War Envoys".

Der Nachwuchs stand der Erwachsenen in punkto Imaging übrigens in nichts nach: Bei den "Young Imaging Days" übten Jugendliche den kreativen Umgang mit Digitalkamera, PC und Internet. Dabei lag der Schwerpunkt laut Veranstalter beim Mobile Imaging. Darüber hinaus wurde am Messe-Wochenende der Deutsche Jugendfotopreis an viel versprechende Nachwuchstalente verliehen.

Die Photokina findet im zweijährlichen Turnus statt. Das nächste Mal von Dienstag, 26. September, bis Sonntag, 1. Oktober 2006. Dann in den derzeit entstehenden Nordhallen der Koelnmesse.

Auf einen Blick: Produkte & Events auf der Photokina (PC-WELT Online, 24.09.2004)

Photokina: Trends im Consumer-Markt (PC-WELT Online, 27.09.2004)

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