20.03.2012, 18:02

Denise Bergert

PhotoDNA

Microsoft hilft Behörden bei der Bekämpfung von Kinder-Pornografie

©Microsoft

Microsoft stellt den US-Behörden kostenlos seine Foto-Identifikationstechnologie für die Bekämpfung von Kinder-Pornografie zur Verfügung.
Microsoft und das schwedische Unternehmen NetClean haben heute eine Kooperation mit den US-Behörden für die Bekämpfung von Kinder-Pornografie im Internet angekündigt. Im Rahmen der Zusammenarbeit stellt Microsoft seine Foto-Identifikationssoftware PhotoDNA für Ermittlungen kostenlos zur Verfügung. Die Software soll helfen, kinderpornografische Inhalte aus Bild-Datenbanken herauszufiltern. Die Opfer als auch die Täter könnten dadurch schneller identifiziert und gefunden werden.

Neben Microsoft unterstützt auch das schwedische Unternehmen NetClean die Behörden. Der Entwickler hat sich auf Software spezialisiert, mit der die Verbreitung von Kinder-Pornografie eingedämmt werden kann. Die Bild-Erkennungstools sollen den Behörden außerdem dabei helfen, neues Foto-Material online zu finden und die Täter zu verfolgen.
Im Mai vergangenen Jahres ging Microsoft eine ähnliche Kooperation bereits mit dem sozialen Netzwerk Facebook ein. PhotoDNA sollte auch hier verhindern, dass kinderpornografische Inhalte im Social Network kursieren. Die Software wurde 2009 zusammen mit dem Dartmouth College entwickelt. Das Tool teilt Fotos einen individuellen, digitalen Fingerabdruck zu, wodurch Bilder miteinander verglichen und Ähnlichkeiten aufgespürt werden können. Die Software erkennt außerdem, ob ein Foto neu ist oder bereits seit Monaten im Netz kursiert.
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