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Phonowirtschaft fordert drastische Einschränkung von Privatkopien

17.09.2003 | 14:59 Uhr |

Im Zuge des vom Bundesjustizministerium initiierten Symposiums "Urheberrecht in der Informationsgesellschaft - Auftakt zum zweiten Korb" hat sich auch der Vorsitzende der deutschen Phonoverbände, Gerd Gebhardt, zu Wort gemeldet und die Position der Phonowirtschaft dargelegt. Gebhardt fordert eine "drastische Einschränkung von Privatkopien und Sendeprivileg sowie schärfere Regelungen gegen Piraterie".

Im Zuge des vom Bundesjustizministerium initiierten Symposiums "Urheberrecht in der Informationsgesellschaft - Auftakt zum zweiten Korb" ( wir berichteten ) hat sich auch der Vorsitzende der deutschen Phonoverbände, Gerd Gebhardt, zu Wort gemeldet und die Position der Phonowirtschaft dargelegt. Gebhardt fordert eine "drastische Einschränkung von Privatkopien und Sendeprivileg sowie schärfere Regelungen gegen Piraterie".

Wie eine etwaige Gesetzesnovelle diesen Ansprüchen gerecht werden könnte, hat der Verband bereits ausgearbeitet. Wir geben diese Ideen im folgenden unkommentiert wieder:

" Rückführung der digitalen Privatkopie in ein Exklusivrecht "

"Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland mehr Musik kopiert als gekauft wird, muss die Entscheidung über Kopiermöglichkeiten in die Befugnis der Rechteinhaber zurückgeführt werden. Analoge Kopien sind zur Befriedigung privater Bedürfnisse ausreichend. Der Wunsch, einfach nur das Geld für den Kauf zu sparen, darf vom Gesetzgeber nicht länger unterstützt werden."

"Ein Exklusivrecht für digitale Kopien bedeutet, dass hierfür künftig ein neuer Markt entstehen kann. Digitale Kopien können dann gegen Vergütung gekauft werden - hierbei können die Interessen von Urhebern, Verwertern, Geräteherstellern und natürlich auch Kunden gewahrt werden."

"Für den wissenschaftlichen Gebrauch und für öffentliche Archive soll dagegen die digitale Kopie auch künftig zulässig sein."

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