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Phishing: vom Nutzen gestohlener Kreditkartendaten

28.06.2007 | 16:35 Uhr |

Was stellen Kriminelle eigentlich mit gestohlenen Kreditkartendaten an? Sie kaufen zum Beispiel damit ein und verhökern die ergaunerte Ware zu Spottpreisen über das Internet.

Gestohlene Kreditkartendaten gelten im Untergrund schon lange als Ersatzwährung. Kriminelle treiben einen regen Handel mit solchen Datensätzen. Doch was machen sie eigentlich sonst noch mit den Daten? Die Sicherheitsfachleute beim spanischen Antivirus-Hersteller Panda Software sind im Internet auf ein recht plakatives Beispiel für die Nutzung ausspionierter Kreditkarteninformationen gestoßen, wie Luis Corrons im Blog der PandaLabs berichtet.

Auf einer russischen Website werden Computer und Notebooks, Mobiltelefone und PDAs sowie andere Technikprodukte zum Kauf angeboten. Dabei liegen die Preise bei gerade einmal 20 Prozent der üblichen Handelspreise. Wie kann das sein - handelt es sich um Hehlerware, also um gestohlene Geräte?

Die Antwort geben die Anbieter in der FAQ-Sektion der Website. Gleich die erste Frage lautet, wie denn diese Preise möglich seien. Die offenherzige Antwort darauf ist einfach: die Waren werden in westlichen Ländern mit gestohlenen Kreditkartendaten eingekauft. Auf einer Seite für Partner werden sogar Dritten, die Kunden bringen (etwa mit Links auf ihrer Website), 25 Prozent Beteiligung an den generierten Umsätzen in Aussicht gestellt.

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