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Phishing-Ring in Brasilien gesprengt

30.08.2005 | 12:11 Uhr |

Die brasilianische Polizei hat 85 Personen verhaftet, die an Identitätsdiebstahl beteiligt sein sollen.

Den Ermittlungsbehörden in Brasilien ist ein Schlag gegen Online-Betrüger gelungen. Sie verhafteten in der letzten Woche im Rahmen der "Operation Pegasus" 85 Personen, die im Verdacht stehen, an Identitätsdiebstahl (Phishing) und dem anschließenden Plündern von Konten der Opfer beteiligt zu sein.

Mehr als 400 Polizisten in mehreren Bundesstaaten Brasiliens waren an der Aktion beteiligt. Es wurden über 100 Haftbefehle ausgestellt. Die mutmaßlichen Täter verschickten massenhaft Mails mit gefälschten Absenderangaben, mit denen sie ihre Opfer auf nachgeahmte Banken-Websites lockten und zur Eingabe ihrer Zugangsdaten verleiteten. Sie sollen bei ihren Online-Raubzügen insgesamt mehr als 27 Millionen Euro erbeutet haben.

Obwohl die meisten Brasilianer keinen Computer besitzen, gehört Brasilien zu den in Sachen Online-Kriminalität aktivsten Ländern der Erde. Nach einer Veröffentlichung des brasilianischen Computer Emergency Response Teams hat die Zahl der Fälle von gemeldetem Online-Betrug seit April stark zugenommen. Die Anti-Phishing Working Group rechnet brasilianische Phisher zu den aggressivsten und technisch versiertesten weltweit.

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