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Philips präsentiert Wasserzeichen-System für Kinos

21.02.2006 | 16:44 Uhr |

Im Kampf gegen Filmpiraten, die im Kinosaal den Camcorder zücken, hat Philips heute eine neue Technologie vorgestellt: Cinefence.

Anwender, die sich gerne bei Tauschbörsen mit den neuesten Hits aus Hollywood versorgen, kennen sie: Screener. Dabei handelt es sich um per Camcorder direkt von der Leinwand abgefilmte Aufnahmen, meist mit schlechtem Ton und Chipstütengeknister vom Sitznachbar. Gegen derartige, illegale Aufnahmen soll eine neue Technologie von Philips zum Einsatz kommen: Cinefence.

Dabei wird - unsichtbar für den normalen Betrachter - ein Wasserzeichen in den Film integriert, mit dessen Hilfe es möglich ist, festzustellen, in welchem Kino die Aufnahme entstanden ist. Das System funktioniert allerdings nur, wenn der Film digital auf die Leinwand projiziert wird. Laut Philips soll das mit abgefilmte Wasserzeichen auch einer Umwandlung in andere Formate wie zum Beispiel Divx, MPEG4 oder ähnlichem widerstehen können.

Zwar lässt sich mit einer solchen Technik nicht der Urheber einer Kopie feststellen, doch für den Kinobetreiber könnte dies durchaus empfindliche Folgen haben, sollten in einem Kino auffällig viele Filme abgefilmt werden. Denkbar wäre, dass der Betreiber angewiesen wird, seine Kontrollen zu verschärfen, oder er von den Filmstudios boykottiert wird. Auch Fällen, bei denen das Kinopersonal selbst beteiligt ist, könnte mit einer solchen Technik begegnet werden.

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