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Philips entwickelt digitales Wasserzeichen für perfekten Kopierschutz

14.04.2004 | 14:04 Uhr |

Philips hat ein digitales Wasserzeichen entwickelt, dass nicht nur als Kopierschutz für Videos und Musik genutzt werden kann, sondern auch für "Rechte-Management". Die digitalen Wasserzeichen können laut Angaben von Philips von Multimedia-Inhalten nicht entfernt werden. Der Schutz soll somit nicht knackbar sein.

Philips hat ein digitales Wasserzeichen entwickelt, dass nicht nur als Kopierschutz für Videos und Musik genutzt werden kann, sondern auch für "Rechte-Management". Die digitalen Wasserzeichen können laut Angaben von Philips aus Multimedia-Inhalten nicht entfernt werden. Der Schutz soll somit nicht knackbar sein.

Das digitale Wasserzeichen wird bei Videos durch Bild-Pixel mit Sicherungsinformationen und bei Musik durch Beimischung eines wieder erkennbaren Geräuschmusters hinzugefügt. Die Identifikation erfolgt durch digitale Signalübermittlung in Geräten mit entsprechenden Detektoren.

Der Rechteinhaber kann mit Hilfe des Wasserzeichens festlegen, ob das Video oder die Musik kopiert, gesendet oder genutzt werden darf. Das digitale Wasserzeichen kann sowohl bei Speichermedien (CDs/DVDs) als auch bei digitalen Übertragungen via Internet eingesetzt werden. So kann beispielsweise der Sender bei einem "Video on Demand"-Download festlegen, wie oft und in welchem Zeitraum der Kunde den Film abspielen kann. Versucht der Kunde den Film nach dem festgelegten Zeitraum anzusehen, dann bleibt der Bildschirm schwarz.

Das digitale Wasserzeichen ist laut Philips selbst für das fachmännische Auge unsichtbar und soll auch nicht die Qualität des multimedialen Inhalts beeinträchtigen. "Häufiges Abspielen und wechselnde Codierungen der Bildschirm-Auflösung übersteht es ebenso unbeschadet wie die Kompression und Dekompression von Bilddateien", so Philips. Bei einem Versuch, das digitale Wasserzeichen zu entfernen, wird der komplette Inhalt vernichtet.

Das digitale Wasserzeichen soll auch bei der Verfolgung von Raubkopierern helfen, denn es lässt sich genau zurückverfolgen, wo die Urheberrechtsverletzung begangen wurde. Der Missbrauch von Medieninhalten lässt sich laut Philips "forensisch", also gerichtsverwertbar verfolgen.

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