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Philips entwickelt Plattform für 20-Dollar-Handy

01.07.2005 | 12:49 Uhr |

Die Herstellung preisgünstiger Handys vor allem für Entwicklungsländer ist das Ziel einer neuen Hard- und Software-Plattform, die derzeit von Philips entwickelt wird. Diese soll es ermöglichen, Billig-Handys mit rudimentären Funktionen für 20 US-Dollar herstellen zu können.

Philips arbeitet derzeit an einer Hard- und Software-Plattform, die die Herstellung von Handys für 20 US-Dollar (zirka 16, 50 Euro) ermöglichen soll. Zielgruppe für diese Geräte sind zwar vor allem Entwicklungsländer, sie sollen aber auch dazu beitragen, dass mehr Personen in anderen Ländern zu den mobilen Telefonen greifen.

Bis Ende diesen Jahres will Philips mit dem "Nexperia Cellular System Solution 5130" ein System für unter fünf Dollar ausliefern, das die komplette Elektronik eines Handys bereitstellt. Anwender werden mit diesem Handy telefonieren und SMS-Nachrichten verschicken können. Polyphone Klingeltöne seien möglich und das Display soll monochrom sein, so Philips.

Basierend auf diesem System soll die Produktion von GSM-Handys für unter 20 Dollar ermöglicht werden. Die derzeit günstigste Lösung kostet 40 Dollar, so der Hersteller. Bis 2008 sollen die Kosten dann auf unter 15 Dollar gedrückt werden. Das Projekt läuft im Philips-Produktionswerk in Shanghai, China.

Derzeit werden rund 77 Prozent der weltweiten Bevölkerung von einem mobilen Telefonnetz abgedeckt, aber nur 25 Prozent nutzen auch ein Handy, so Philips. Als Grund für dieses Missverhältnis werde dabei der relativ hohe Preis für die Mobiltelefone angegeben.

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