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Philips bringt Entwicklung aufrollbarer Displays auf Trab

28.01.2004 | 10:08 Uhr |

Philips ist nach eigenen Angaben in der Lage, Prototypen von "ultradünnen, großflächigen, aufrollbaren Displays" (E-Paper) zu fertigen. Die Produktion im industriellen Maßstab soll bereits in Kürze in Angriff genommen werden.

Philips ist nach eigenen Angaben in der Lage, Prototypen von "ultradünnen, großflächigen, aufrollbaren Displays" zu fertigen. Die aus einer Plastikfolie bestehenden Displays vereinen Treiberelektronik der Aktivmatrix-Displays mit einer reflektierenden Schicht aus "elektronischer Tinte". Die Produktion im industriellen Maßstab soll bereits in Kürze in Angriff genommen werden.

Besonders interessant sein sollen die unzerbrechlichen Displays für Mobilanwendungen. Die Entwicklung der von Mobilfunk-Netzbetreibern der dritten Generation angebotenen Dienste wie etwa elektronische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, könnten durch die Verfügbarkeit der Displays erheblich beschleunigt werden, so das Unternehmen.

Hinter der Ankündigung von Philips steckt ein internes Projekt, das im Rahmen des Forschungsprogramms "Philips Technology Incubator" entstand: Polymer Vision . Polymer Vision gelang es auf der Basis von organischen Materialien ein Aktiv-Matrix-Displays mit einer Super-QVGA-Qualität (Quality Video Graphics Adapter) herzustellen - mit 320 x 240 Pixeln, einer 5-Zoll-Bildschirmdiagonalen und einem Biegeradius von 2 Zentimeter.

Die Aktiv-Matrix-Basisschicht misst gerade mal 25 Mikrometer (in ihr steckt die Pixel-Steuerung in Form von Elektronikkomponenten). Dazu kommt noch eine 200 Mikrometer dünne Schicht auf der Vorderseite, die die von dem Unternehmen E-Ink Corporation entwickelte "elektronische Tinte" enthält.

Bei dem Display handelt es sich, Philips zufolge, um das "dünnste und flexibelste Aktiv-Matrix-Display, das heute erhältlich ist".

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