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Philips baut Gewinn aus und rechnet mit schnellerem Wachstum

Die Medizintechnik und die Halbleitersparte haben das Geschäft des niederländischen Elektronikkonzerns Philips 2005 beflügelt.

Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem schnelleren Wachstum sowie einer höheren operativen Marge. Die Aktie legte bis zum Montagmittag wegen der besser als erwartet ausgefallenen Zahlen sowie des positiven Ausblicks zu. Philips bekräftigte die Prognose, im laufenden Jahr zwischen fünf und sechs Prozent wachsen zu wollen. Die operative Marge soll 2006 auf sieben bis zehn Prozent zulegen. 2005 sei der Umsatz um 3,6 Prozent auf 30,39 Milliarden Euro geklettert, der operative Gewinn legte um 12,2 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro zu. Damit schnitt Philips besser ab als von Experten erwartet. Die operative Marge erreichte 5,9 (2004: 5,4) Prozent.

Unter dem Strich verdiente der Konzern 2005 trotz einer höheren Steuerlast und sinkenden Erlösen aus Beteiligungsverkäufen mit 2,87 Milliarden Euro praktisch so viel wie im Vorjahr. Analysten hatten mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Die Dividende soll um zehn Prozent auf 44 Cent je Aktie angehoben werden.

Finanzvorstand Pierre-Jean Sivignon schloss bei einer Telefonkonferenz nicht aus, dass nach dem Auslaufen des aktuellen Aktienrückkaufprogramms im März oder April unter Umständen ein neues aufgelegt werden könnte. Die Aktie stieg bis 14 Uhr um 1,74 Prozent auf 25,79 Euro, während der EuroSTOXX 50 sank.

Die Sparte Konsumelektronik - der größte Konzernbereich - steigerte den Erlös um vier Prozent auf 3,47 Milliarden Euro. Mit einem Umsatzanstieg von 18 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro lieferte die Halbleiter-Sparte das prozentual höchste Wachstum im vergangenen Jahr. Hier rechnet Philips in den drei Monaten bis Ende März mit einem Rückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Ebenfalls zweistellig zulegen konnte der Bereich Medizintechnik, in dem Unternehmenschef Gerard Kleisterlee Übernahmen ankündigte.

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