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Perfekte Musikzentrale: Hermstedt Hifidelio Pro

19.12.2006 | 11:12 Uhr |

Die komplette Musiksammlung an zentraler Stelle gesammelt, per Knopfdruck in der Hifi-Anlage abrufbar und übers Netzwerk im ganzen Haus verteilt? Der Musikserver Hifidelio Pro von Hermstedt mit integrierter 80-GB-Festplatte und Netzanschluss macht’s möglich.

Der Hifidelio kommt ausgesprochen elegant daher. Im silberfarbenen Gehäuse mit Aluminium-Front und abgerundeten Kanten fügt er sich perfekt in die heimische Hifi-Anlage ein. Als Anzeige dient ein hochauflösendes LCD-Display. An die Stereo-Anlage wird der Player idealerweise per digitaler (optisch oder elektrisch) Schnittstelle angeschlossen. Zusätzlich bietet der Player analoge Cinch-Buchsen.

In die Computerwelt binden Sie den Hifidelio per Netzanschluss ein, entweder kabelgebunden oder besonders komfortabel über Wireless-LAN (mit WEP- oder WPA-Verschlüsselung). Steht die Verbindung, kommuniziert die Musikzentrale via iTunes mit dem PC oder Mac. So lassen sich alle auf dem PC gespeicherten Musikdateien auf dem Hifidelio abspielen. Auch in der Gegenrichtung funktioniert der Musiktransfer. Über eine Exportfunktion können Sie die MP3- oder AAC-Musikdateien vom PC direkt auf die Festplatte des Hifidelio übertragen.

Daneben verschickt der Hifidelio seine Musiksammlung drahtlos an Geräte, die das uPnP/AV-Protokoll unterstützen. Das können weitere Hifidelios, die Hifidelio-Satelliten ST-64 oder Geräte anderer Hersteller sein. So haben Sie Ihre Musik überall in Haus oder Wohnung verfügbar. Mit dem Hifidelio können Sie auch Internet-Radiosender empfangen, die der Musikserver per automatischer Suche anbietet.

Der Hifidelio liest auf Wunsch eingelegte CDs automatisch ein (und über die analogen Cinch-Buchsen sogar die guten alten LPs vom angeschlossenen Plattenspieler). Viel praktischer und schneller ist es jedoch, die CDs am PC zu rippen, sie auf einer externen Festplatte zu speichern und diese an den Hifidelio anzuschließen. Zwei USB-Eingänge stehen dafür zur Verfügung.

Mit älteren Firmware-Versionen verweigerte der Hifidelio noch die Zusammenarbeit mit MP3-Playern oder externen Festplatten. Lediglich mit I-Pods arbeitete der Musikserver zusammen. Kürzlich beseitigte Hermstedt dieses erhebliche Manko per Firmware-Update. Sie können theoretisch per USB-Hubs jetzt so viele Platten anschließen wie Sie möchten. Der Hifidelio verwaltet die Platten wie eigene Massenspeicher.

Besonders interessant ist die unbegrenzte Plattenkapazität für Hifi-Enthusiasten, die bei verlustbehafteter Audiokomprimierung die Nase rümpfen. Die Musikstation kann neben MP3,- AAC- und Wav- zusätzlich auch FLAC-Dateien abspielen. Das FLAC-Format (Free Lossless Audio Codec) dampft zwar die Audiodateien auf rund 50 Prozent der ursprünglichen Dateigröße ein, tut dies jedoch verlustfrei ohne jegliche Qualitätseinbuße.

Eine ursprünglich geplante komfortable Fernbedienung wird es laut Hersteller nicht geben. Als Ersatz haben sich die Softwareentwickler bei Hermstedt eine elegante Lösung einfallen lassen und das ursprünglich für den PC entwickelte Web-Interface „Leonore“ auf das handliche Internet-Tablet Nokia 770 angepasst. Seit neuestem kann man den Hifidelio auch über eine VNC-Verbindung (Virtual Network Computing) steuern. Hier heißt das Web-Interface „Veronica“.

An der Musikwiedergabe des Hifidelio gibt es nichts auszusetzen. Der interne Wandler liefert gute Audioqualität - selbst wenn Sie einen MP3-Player mit einem schlechteren internen Wandler anschließen, wie etwa ältere iPods. Der Hifidelio umgeht die MP3-Decoder und holt sich die Musik direkt über die USB-Schnittstelle. Besonders angenehm: Die Musikstation kommt ohne Lüfter aus und arbeitet dank der 2,5-Zoll-Festplatte auch während des Abspielens nahezu geräuschlos.

Fazit: Der Hermstedt Hifidelio Pro vereinigt PC- und Hifi-Technik nahezu perfekt. Als zentraler Server kann er nicht nur die Hifi-Anlage mit Musik beliefern, via drahtlosem Netz verteilt er seine Musiksammlung auch an PC und externe Satelliten. Dank der Einbindung externer Festplatten bietet er zudem unbegrenzte Speicherkapazität. Ein ideales Weihnachtspräsent für den Musik-Fan, das mit rund 800 Euro nicht gerade günstig, aber seinen Preis auf jeden Fall wert ist.

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