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Per Stromnetz surfen

RWE will die Nutzung des Stromnetzes für Datendienste bereits Anfang kommenden Jahres großflächig anbieten. Ein in die Dose eingesteckter Adapter soll es ermöglichen, übers Stromnetz zu telefonieren, im Internet zu surfen oder die Haushaltsgeräte fern zu steuern.

Im Rennen um die Nutzung des Stromnetzes als Datenautobahn hat der Essener RWE-Konzern ehrgeizige Pläne. Nach erfolgreichen Feldversuchen des Powerline-Projekts will RWE die Technik bereits Anfang kommenden Jahres großflächig anbieten.

Ab April will RWE ein Demonstrationshaus mit der neuen Technik für jedermann zugänglich machen, in dem jede Steckdose als Schnittstelle für Datendienste dient. Ein in die Dose eingesteckter Adapter ermöglicht es dabei, übers Stromnetz zu telefonieren, im Internet zu surfen oder die Haushaltsgeräte fern zu steuern.

RWE ist eigenen Angaben zufolge technisch bereits heute in der Lage, das neue Produkt anzubieten. "Wir warten nur noch auf die Freigabe der notwendigen Frequenzen durch die Regulierungsbehörde", so RWE Energie-Vorstandsmitglied Rolf Bierhoff.

Zu den Kosten der neuen Technik für den Verbraucher wollte RWE-Energie-Chef Remmel noch keine Stellung nehmen. Denkbar sei ein Festpreis für die Nutzung der neuen Technik und der dazugehörigen Dienste. Die Preise für ein Modem liegen derzeit nach RWE-Angaben zwischen zehn bis 20 Mark für ein Einbauteil in ein Haushaltsgerät beziehungsweise "bei 100 bis 200 Mark für leistungsfähigere Geräte". (PC-WELT, 16.03.2000, dpa/ sp)

Internet aus der Steckdose (PC-WELT Online, 15.3.2000)

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