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Pepper: Witziger Roboter arbeitet im Krankenhaus

14.06.2016 | 13:09 Uhr |

Ein kleiner Roboter begrüßt neuerdings Patienten in zwei belgischen Krankenhäusern. Und begleitet diese zur gewünschten Station

Ein kleiner humanoider Roboter begrüßt seit diesem Montag die Besucher von zwei Krankenhäusern in Belgien, nämlich in Ostend und in Liege. Pepper heißt der kleine Kerl, der dort am Empfang seinen menschlichen Kollegen etwas Arbeit abnehmen soll. Konkret arbeitet Pepper am Empfang der Abteilungen für Kinder- und Altenpflege, wie The Guardian berichtet.

Der 1,20 Meter große und 28 Kilogramm schwere Pepper schaut sein Gegenüber freundlich an und trägt auf seiner Brust einen großen Touchscreen, auf dem Patienten und Besucher Eingaben tätigen können und der Roboter Hinweise anzeigen kann. Pepper kann mit Hilfe seiner Mikrofone und HD-Kameras sowie Abstandssensoren Stimmung, Mimik und Gestik seines Gesprächspartners analysieren und darauf richtig reagieren. Der Roboter rollt auf Rädern durch die Gegend und kann auch Hände schütteln. Zur Orientierung dienen unter anderem Laser- und Sonarsensoren. Pepper versteht laut Hersteller 20 unterschiedliche Sprachen und soll erkennen können, ob er mit einem Mann, einer Frau oder mit einem Kind spricht.

Welcher Kaffee darf es denn sein?
Vergrößern Welcher Kaffee darf es denn sein?
© Aldebaran/SoftBank Mobile Corp.

Laut dem französischen Unternehmen Aldebaran ist das der erste Einsatz von Pepper im medizinischen Umfeld. Zuvor hatte sich Pepper bereits in einigen japanischen Geschäften sowie in französischen Einkaufszentren bewährt. Dort hilft er beim Verkauf, unter anderem von Kaffee-Kapseln. Auf einigen Kreuzfahrtschiffen von Aida kommt Pepper ebenfalls zum Einsatz. In Japan war Pepper nach Verkaufsstart binnen weniger Minuten ausverkauft.

Pepper besitzt zudem Messe-Erfahrung: Der französische Hersteller Aldebaran (der großenteils dem japanischen Unternehmen SoftBank Mobile Corp. gehört) ließ Pepper dieses Jahr über die Cebit in Hannover rollen. In Halle 8 redete Pepper auf Englisch mit den Messebesuchern und bewegte dabei emsig seine Arme. Auch abklatschen und umarmen war damals möglich.

Pepper kostet 30.000 Euro. Der Roboter besteht zwar aus Komponenten, die aus Asien geliefert werden, seine Endmontage erfolgt jedoch in Frankreich.

In Liege soll Pepper dauerhaft im Empfangsbereich eingesetzt werden, am AZ Damiaan Krankenhaus in Ostend soll der Roboter die Besucher bis zu der gesuchten Abteilung begleiten.

Nao, der nur 57 Zentimeter große Bruder von Pepper, wird dagegen bereits in rund 300 Krankenhäusern und Pflegeheimen weltweit eingesetzt.





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