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Pentium M demütigt seinen Nachfolger Pentium 4

19.11.2004 | 15:31 Uhr |

Takteffizienz und genügsamer Stromverbrauch zeichnen Intel Notebook-Prozessor Pentium M aus. Jetzt lässt sich Intels mobile CPU auch in Desktop-PCs einsetzen. Unsere Tests des Pentium M 755 und des 735 decken die Schwächen von Intels Desktop-Prozessor Pentium 4 gnadenlos auf.

Es ist vielleicht zu hart, Intels Pentium 4 als Rohrkrepierer zu bezeichnen – aber das Bild passt: Denn Intel kann bei seiner Desktop-CPU ja nur wegen der ellenlangen Befehls-Pipeline dem Megahertz-Wahn frönen. Andererseits ist die 31stufige Pipeline Schuld daran, dass der Pentium 4 so wenig Rechenleistung pro MHz herausholt. Intels Notebook-CPU Pentium M arbeitet da effektiver und gibt sich auch beim Stromkonsum deutlich genügsamer. Das zeigt der direkte Vergleich, der dank der neuen Pentium-M-Desktop-Hauptplatinen jetzt erstmals möglich ist.

Im Marktsegment der 400-Euro-CPUs trat der Pentium M 755 mit 2 GHz ( PC-WELT-Test ) gegen den Pentium 4 560 mit 3,6 GHz an. In der 200-Euro-Klasse stellte sich der Pentium M 735 mit 1,7 GHz ( PC-WELT-Test ) dem Pentium 4 540 mit 3,2 GHz. Peinlich: Obwohl der Pentium 4 fast doppelt so schnell taktet, war der Pentium M bei Spielen oft schneller. Bei Unreal Tournament 2003 etwa lag der Pentium M 755 gut 10 Prozent vor dem Pentium 4 560.

Bei Büro-Software ist der Pentium 4 zwar deutlich flotter – in der Praxis merken Sie allerdings nichts davon, da diese Applikationen sowieso nur einen Bruchteil der Rechenleistung benötigen. Vor dem kompletten Debakel rettet sich der Pentium 4 dank Hyperthreading und SSE 3 durch seine überlegene De- und Encodier-Leistung – diese Techniken beherrscht der Pentium M nicht. Details zur Architektur des aktuellen Pentium M verrät dieser Artikel unserer Schwesterpublikation Tecchannel .

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