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Pentium IV nur mit teurem Rambus?

Intels Chipsatz für den Pentium IV - Codename Tehama - soll offiziell nur Rambus unterstützen. Eine Unterstützung für DDR-Speicher ist laut Firmenvertretern nicht geplant.

Intels Chipsatz für den Pentium IV - Codename Tehama - soll offiziell nur Rambus (siehe Glossar) unterstützen. Eine Unterstützung für DDR-Speicher (siehe Glossar) ist laut Firmenvertretern nicht geplant. Anfang April hatte es geheißen, Intel wolle einen zweiten Chipsatz für den Pentium IV - bekannt als Willamette - entwickeln, der SDRAM und DDR-SDRAM anstelle von Rambus unterstützen soll.

Wie aus firmeninternen Unterlagen hervorgeht, existiert dieser Chipsatz auch - zumindest auf dem Papier. Offiziell behauptet Intel jedoch, es werde nur eine Rambus-basierte Version geben, um die neue Speichertechnik in der Öffentlichkeit zu pushen.

Den Chipsatz nur mit Rambus auszuliefern, wäre nach Einschätzung von Analysten eine fatale Fehlentscheidung - es sei denn, Rambus-Speicher würde in den kommenden Monaten noch deutlich billiger.

Rambus-Module funktionieren zwar bei einem Bustakt von bis zu 800 MHz, sind aber erheblich teurer als die 266 MHz schnellen DDR SDRAMs. Außerdem ist umstritten, ob ein System mit Rambus wirklich schneller ist.

Intels erster Chipsatz für PC-133-Speicher - Codename Solano - soll nach Informationen des tecChannel Anfang Juni auf den Markt kommen. Der neue Chipsatz mit der Bezeichnung 815 soll neben einer schnelleren Speicherschnittstelle eine einfache Anbindung ans Netzwerk und Unterstützung für ATA-100-Festplatten bieten. (PC-WELT, 11.05.2000, sp)

Pentium IV kommt mit 1,4 GHz (PC-WELT Online, 9.5.2000)

Willamette ohne Rambus? (PC-WELT Online, 7.4.2000)

Rambus im Aufwärtstrend (PC-WELT Online, 1.3.2000)

Test: Rambus-Speicher ist Verschwendung (PC-WELT Online, 11.1.2000)

Rambus-DRAM auf dem Vormarsch (PC-WELT Online, 14.12.99)

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