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Pentium III: Rambus und DDR-RAM überzeugen nicht

24.10.2000 | 17:51 Uhr |

Vergessen Sie Rambus-Speicher! Er ist nicht schneller als DDR-SDRAM, kostet aber das Dreifache. Das zeigen erste Tests mit VIAs Vorserienplatine VT5322CC mit Pro-266-Chipsatz. Das Fazit im PC-WELT-Test: Für den Pentium III lohnt weder Rambus- noch DDR-Speicher

Vergessen Sie Rambus-Speicher (siehe Glossar)! Er ist nicht schneller als DDR-SDRAM (siehe Glossar), kostet aber das Dreifache. Das zeigen erste Tests mit VIAs Vorserienplatine VT5322CC mit Pro-266-Chipsatz.

Im Anwendungs-Benchmark Sysmark 98 war das VIA-System rund 3 Prozent schneller als der Rambus-PC mit DRDRAM. Beim Spiele-Benchmark 3D-Mark 99 Max lagen die beiden Systeme gleich auf.

Der Leistungsunterschied zwischen herkömmlichem SDRAM und der DDR-Variante war aber auch nicht berauschend. Immerhin 11 Prozent Vorsprung konnte das Testsystem mit DDR-Speicher unter Sysmark 98 verbuchen, bei 3D-Mark 99 Max lagen die Unterschiede allerdings bei einem Prozent und damit innerhalb der Meßtoleranz.

Schuld dürfte hier der Prozessor sein, der den DDR-Speicher ausbremst. Denn die CPU arbeitet "nur" mit einem Front-Side-Bus (siehe Glossar) von 133 MHz, damit lassen sich maximal 1,066 GB/s übertragen. DDR-SDRAM schafft theoretisch bis zu 2,1 GB. Ein deutliches Tempoplus dürfte DDR-SDRAM aber bei höherem Front-Side-Bus bringen, etwa bei Sockel-A-Prozessoren oder dem Pentium 4.

Die Testergebnisse unter Windows 98 SE beim Sysmark 98 bzw. 3D-Mark 99 Max:

DDR-SDRAM-System: 325 bzw. 7591

DRDRAM-System (Rambus-Speicher): 312 bzw. 7521

SDRAM-System: 289 bzw. 7519

Unsere Testsysteme:

Pentium III 800, 128-MB-Speichermodul, TNT-2-Grafikkarte und - bei sonst identischer Ausstattung - eine der drei Platinen:

- VIA-Pro-266-Platine mit PC266 DDR-SDRAM

- 820-Platine mit PC800 DRDRAM

- Pro-133-Platine mit PC133 SDRAM

Fazit: Für den Pentium III lohnt weder Rambus- noch DDR-Speicher. (PC-WELT, 24.10.2000, ms)

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