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Pentium III: In Europa verbieten?

Eine Gruppe unabhängiger Berater, die sich mit dem Schutz de

Eine Gruppe unabhängiger Berater, die sich mit dem Schutz der Privatsphäre im Internet befaßt, hat beim Europa-Parlament beantragt, den Verkauf von Intels Pentium III aus datenschutzrechtlichen Gründen in Europa zu verbieten. Die Gruppe namens Science and Technology Options Assessment Panel (STOA) hat einen Bericht vorgelegt, in dem sie gesetzliche Maßnahmen vorschlägt, um "zu vermeiden, daß diese Chips in den Rechnern europäischer Bürger installiert werden".

Außerdem bitten die Berater die US-Regierung und das FBI, Europa die nötigen Informationen über Intels Personal Serial Number (PSN) zu vermitteln.

Die PSN des Pentium-III-Prozessors hatte Anfang des Jahres für Aufregung gesorgt, da sie anfangs dazu geeignet war, das Surf-Verhalten des PC-Besitzers auszuspionieren. Intel hatte die Vorwürfe zurückgewiesen mit dem Argument, die Nummer diene dazu, das Einkaufen im Netz zu vereinfachen. Der CPU-Hersteller erklärte sich jedoch wegen des heftigen Protests bereit, eine Software zur Verfügung zu stellen, mit der sich die Seriennummer-Funktion abstellen lassen soll. Allerdings ist es bis heute umstritten, ob sich die PSN auf diese Weise dauerhaft deaktivieren läßt.

Der Bericht mit dem Titel "Encryption and Cryptosystems in Electronic Surveillance: A Survey of the Technology Assessment Issues." ist im Internet einsehbar.

Weitere Infos finden Sie unter

Pentium III sollte verboten werden (Tecchannel, 25.11.99)

Intel: ID-Nummer für Prozessoren (PC-WELT Online, 23.1.99)

Streit um Intels ID-Nummern verschaerft sich (PC-WELT Online, 30.1.99)

Umfrage zu Intels Prozessor-ID(PC-WELT Online, 30.1.99)

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