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Pentium 4 als Schnäppchen

12.07.2000 | 15:51 Uhr |

Intel will seine neue CPU vergleichsweise günstig auf den Markt bringen. Angeblich soll die "langsamste" 1,3-GHz-Variante für 1700 Mark über die Ladentheke gehen. Zum Vergleich: Der Pentium III mit 1 GHz Takt kostet zur Zeit über 2000 Mark. Der Grund: Da der neue Prozessor nur den teuren Rambus-Speicher unterstützt, muss er selbst billiger sein, damit überhaupt jemand einen P4-Rechner kauft.

Intel scheint selbst nicht so recht an den Erfolg des Pentium 4 zu glauben. Denn der Ex-Monopolist will die neue CPU vergleichsweise günstig auf den Markt bringen. Angeblich soll die "langsamste" 1,3-GHz-Variante für 1700 Mark über die Ladentheke gehen. Für 200 Mark Aufpreis gibt es 100 MHz mehr. Momentan zahlen Sie für den Pentium III 1 GHz über 2000 Mark - falls Sie ihn bekommen, denn immer noch hat Intel bei den höchsten Taktraten Schwierigkeiten zu liefern.

Warum der Prozessor-Gigant den Pentium 4 quasi verschleudert, liegt auf der Hand: Da die neue CPU-Familie lediglich sündteuren Rambus-Speicher Rambus (siehe Glossar) unterstützt, lassen sich Pentium-4-PCs nur mit einem billigeren Prozessor zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten. Aber den geschmälerten Erlös bei den CPUs gleichen ja vielleicht die Rambus-Aktiengewinne wieder aus!? (PC-WELT, 12.07.2000, ms)

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