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Pentium-4-Systeme bald billiger

05.06.2001 | 14:09 Uhr |

Intel gibt klein bei und setzt beim Pentium 4 nicht mehr nur auf Rambus-Speicher: Der Prozessorriese will ab sofort mit dem Chipsatz 845 (Brookdale) auch DDR-RAM unterstützen. Da diese Speichermodule deutlich günstiger als Rambus-Speicher sind, lassen sich so Pentium-4-Systeme zu einem Preis anbieten, der durchaus mit dem von Rechnern konkurriert, die auf AMD-Antrieb setzen.

Intel gibt klein bei und setzt beim Pentium 4 nicht mehr nur auf Rambus-Speicher: Der Prozessorriese will ab sofort mit dem Chipsatz 845 auch DDR-RAM (sieheDDR-SDRAM) unterstützen, wie er auf der High-Tech-Messe Computex Taipeh 2001 (4. bis 8 Juni 2001) bekanntgab.

Da diese Speichermodule deutlich günstiger als Rambus-Speicher sind, lassen sich so Pentium-4-Systeme zu einem Preis anbieten, der durchaus mit dem von Rechnern konkurriert, die auf AMD-Antrieb setzen. Intel geht davon aus, dass die erste Version des neuen Chipsatzes im September ausgeliefert werden kann, so Timothy Change, Field Sales Engineer bei Intel.

Die Motherboards, die am Montag gezeigt wurden, nutzen die erste Version des 845-Pentium-4-Chipsatzes und unterstützen nur SDRAM. Eine zweite Variante, die sowohl mit SDRAM, als auch mit DDR auskommen soll, soll voraussichtlich im ersten Quartal 2002 verfügbar sein, so William Siu, Vizepräsident und General Manager von Intels Desktop Platforms Group.

Bislang hat Intel nur einen auf RD-RAM basierten Chipsatz für den Pentium 4 angeboten. Der 850-Chipsatz lässt keine billigeren SDRam- oder DDR-Ram-Chips zu und unterstützt nur den teuren Rambus-Speicher (sieheRambus DRAM).

"Intel führt den 845-Chipsatz ein, damit Computerhändler die Wahl zwischen den einzelnen Speichertechniken haben", so Siu. Er glaubt, dass sich die Preise für RD-Ram und dessen Alternativen weiter annähern werden. "Alle, die die höchste Leistung von ihrem Pentium 4 fordern, werden weiterhin RD-Ram vorziehen. RD-Ram bleibt die beste Technologie für High-Performance Systeme", so Siu weiter.

Aber nicht nur Intel bringt für seinen Pentium 4 einen DDR-RAM-tauglichen Chipsatz auf den Markt: Auch taiwanische Unternehmen wie SIS und VIA wollen künftig die Platinenhersteller mit eigenen Chipsätzen beliefern. Shuttle beispielsweise zeigt auf der Comdex in Taipeh derzeit eine Pentium-4-Platine mit dem P4X266-Chipsatz von VIA.

Auf dem Abstellgleis ist Rambus damit aber nicht: Intel wirbt auf der Computex weiter massiv für sein Pentium-4-Flaggschiff, das dort vornehmlich in Hochleistungs-PCs und Workstations zu bewundern ist.

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