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Pentium-4-Power im Notebook: 1,7 GHz für unterwegs

01.03.2002 | 15:33 Uhr |

Der Pentium 4 kommt ins Notebook: Allerdings (noch) nicht so, wie es sich Intel wünscht. Findige Hersteller, vor allem aus Taiwan, verwenden für die neue Notebook-Generation Desktop-Versionen des Pentium 4. PC-WELT hat das erste Notebook mit Desktop-Pentium-4 gestestet.

Der Pentium 4 kommt ins Notebook: Allerdings (noch) nicht so, wie es sich Intel wünscht. Findige Hersteller, vor allem aus Taiwan, verwenden für die neue Notebook-Generation Desktop-Versionen des Pentium 4. Diese auch schon beim Pentium-3 geübte Praxis ist Intel ein Dorn im Auge - nicht zuletzt deshalb, weil sich mit den erheblich teureren Mobilprozessoren mehr Geld verdienen lässt.

Darüber hinaus hat ein Desktop-Prozessor im Notebook auch technische Nachteile: kurze Akkulaufzeit, hohe Hitzeentwicklung und dementsprechend häufiger und störender Einsatz des CPU-Lüfters.

All das hat sich beim Pentium 4 gegenüber seinem Vorgänger noch verschärft: Brachte es der Pentium-3 mit Tualatin-Kern bei 1,2 Gigahertz auf maximal rund 30 Watt Wärmeabgabe, gibt Intel für den Pentium 4 ("Willamette") in 0,18-Mikrometer-Architektur bei 1,7 Gigahertz rund 63,5 Watt an - eine gewaltige Aufgabe für ein Kühlsystem, diese Hitze aus dem Notebook zu befördern. Kommen noch weitere Stromfresser - etwa ein großes Display - hinzu, braucht ein Notebook schon einen großen Akku, um akzeptable Betriebszeiten fern der Steckdose zu erreichen.

Doch der Preisvorteil liegt klar auf Seiten der Hersteller, die einen Desktop-Prozessor verwenden: Der Preisunterschied zwischen einem Notebook mit Desktop-CPU und einem mit Mobil-Prozessor kann 1000 Euro oder mehr betragen. Kein Wunder, dass viele Käufer das günstigere Gerät vorziehen, und dafür Nachteile bei der Akkulaufzeit in Kauf nehmen - gerade, wenn sie das Notebook als Desktop-Ersatz vor allem an der heimischen Steckdose und nicht unterwegs einsetzen wollen.

Eines der ersten Notebooks mit Desktop-Pentium-4 hatten wir im Test - das Xeron Sonic Power mit 1,7 Gigahertz Takt. Das Gerät stammt eigentlich von der taiwanischen Firma Mitac, der Hersteller IPC verkauft das gleiche Gerät etwa als Web@Note. Auch Toshiba bietet übrigens derzeit ein Notebook mit Desktop-Pentium-4 an: Der Hersteller konnte uns das Satellite 1900-101 allerdings nicht zum Test zur Verfügung stellen. Ob Mitac es geschafft hat, Intel ein Schnippchen zu schlagen und den Pentium 4 ohne zu große Nachteile für den Nutzer in ein Notebook zu integrieren, lesen Sie in unserem Testbericht. Übrigens: Nächste Woche gibt's einen Test des ersten Notebooks mit dem mobilen Pentium 4.

PC-WELT-Test: Xeron Sonic Power

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