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Pentium 4: Geschwindigkeitsgrenze wohl erreicht

17.11.2004 | 12:51 Uhr |

Mit dem Erscheinen des Pentium 4 mit 3,8 GHz ist für Intel wahrscheinlich das Ende der Fahnenstange, was die reine Megahertzzahl angeht, erreicht. Um die Performance der CPUs zu steigern, will das Unternehmen nicht mehr an der Temposchraube, sondern an anderen Hardware-Komponenten drehen.

Der Pentium 4 570 mit 3,8 GHz wird für Intel voraussichtlich das Ende der Fahnenstange - was die reinen Megahertz-Zahlen angeht - markieren, so unsere Kollegen von PC-World. Pläne für einen Pentium 4 mit 4 GHz wurden seitens Intel verworfen, Performance-Steigerungen sollen nun vielmehr durch einen vergrößerten Cache-Speicher erreicht werden.

Ursprünglich sollte die Geschwindigkeit des Pentium 4 Jahr für Jahr steigen, Intel hat dabei seine Marketingstrategie um den Megahertz-Thron aufgebaut. Doch Anfang des Jahres musste das Unternehmen feststellen, dass der technische Aufwand für weitere Taktratensteigerungen immer größer wurde und anderweitig sinnvoller eingesetzt werden kann. So verbrauchen die aktuellen Modelle nicht gerade wenig Strom, damit verbunden ist auch eine enorme Hitzeentwicklung, was wiederum zu intensiveren Tests vor einer Veröffentlichung führt.

Wesentlich eleganter ist die Lösung, einen Performance-Schub durch einen vergrößerten Cache-Speicher zu erreichen, wie Intel letzten Monat bekannt gab. Pentium-4-Prozessoren werden ab Anfang 2005 mit zusätzlichen 1 MB ausgestattet und somit über 2 MB Cache verfügen.

Zwar wird sicherlich irgendwann in der Zukunft einmal die 4-GHz-Grenze bei CPUs überschritten werden, doch seitens Intel gibt es diesbezüglichen bislang keine Pläne.

Rekord mit 3,8 Gigahertz: Intel Pentium 4 570J im PC-WELT-Test

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